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	<title>nächster Halt Sibiu &#187; Hunde</title>
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	<description>Orte, Wanderungen und Alltagsschilderungen aus Rumänien</description>
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		<title>Der Umgang mit Schäferhunden in Rumänien</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 13:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Schafherde]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Artikel Von Pferdewagen und Schäferhunden hatte ich schon einiges über den Umgang mit Schäferhunde erzählt, jedoch möchte ich es hier noch einmal aber etwas konzentrierter und ausführlicher tun. Hunde sind genauso wie Menschen keine Maschinen die auf Knopfdruck reagieren, sondern zu individuellen Handlungen neigen selbst wenn Wesen sich im groben beschreiben lässt. Dieser [...]]]></description>
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<p>In meinem Artikel <a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2009/01/13/von-pferdewagen-und-schaferhunden/">Von Pferdewagen und Schäferhunden</a> hatte ich schon einiges über den Umgang mit Schäferhunde erzählt, jedoch möchte ich es hier noch einmal aber etwas konzentrierter und ausführlicher tun.<br />
<span id="more-527"></span>Hunde sind genauso wie Menschen keine Maschinen die auf Knopfdruck reagieren, sondern zu individuellen Handlungen neigen selbst wenn Wesen sich im groben beschreiben lässt. Dieser Artikel soll als Ratschlag dienen und darf auch nicht anders verstanden werden, den obwohl die Ratschläge in den meisten Fällen hilfreich sein werden gibt es den noch keine Garantie dafür!</p>
<p>Dieser Artikel bezieht sich nur auf Hirtenhunde und nicht auf diverse Hunde in den verschiedenen Siedlungsgebieten. Insbesondere Hunde die zur Bewachung von Objekten eingesetzt werden bzw. sich als Wachhunde &#8220;fühlen&#8221; reagieren anders als Schäferhunde.</p>
<p>Jede Reaktion verursacht eine Gegenreaktion. Also jede ängstliche, aggressive oder auch vielleicht zu schnelle Reaktion eines Menschen kann bei den Hunden eine mglw unvorhersehbare Gegenreaktion auslösen. Eine grimmiges, ängstliches oder freundliches Gesicht, der so genannte &#8220;Angstschweiß&#8221; oder die durch das Adrenalin veränderte-roboterartige Bewegung lässt auf die momentane Gemütsverfassung eines Menschen schließen und Tiere insbesondere Hunde erkennen/spüren dies.</p>
<p>Beim Antritt zur Wanderung in das freie Feld oder den Wald sollte man sich sehr früh nach einer Bewaffnung umsehen. Wenn das Gelände auf langer Sicht hin überschaubar ist kann dies natürlich später in der Nähe möglicher Gefahren geschehen.<br />
Als Waffen können dienen Äste sowie auch Wanderstöcke. Stöcke ab etwa 1,5m Länge halte ich für geeignet, zumal diese Länge auch gut als Wanderstock nutzbar ist, und der Stöck sollte für den Notfall mehrere Schläge auf einen Hundekopf/Rücken aushalten können.<br />
Wenn keine Äste oder mit gebrachte Wanderstöcke zur Verfügung stehen sollte man nach Steinen Ausschau halten. Ich selber suche immer nach Taubenei bis Hühnerein große Steine. Davon kann man einige auch versteckt in der Hand halten oder notfalls in den Hosentaschen verstauen.<br />
Wenn auch nur rudimentär von Nutzen, sind mitgebracht Wasserflaschen im Notfall schnell zur Hand und stellen einen verlängerten Arme dar. Wenn möglich sollte man diese außen in den Taschen am Rucksack befestigen, so das diese mit einem Griff erreichbar ist.<br />
Manch einer wird hier natürlich auf Pfefferspray schwören. Ich selber habe daran selber nie gedacht, auch wenn die Wirkung nicht zu verachten ist. Der Schäfhund ist schließlich die ganze Zeit im Dienst, und mit dem Pfefferspray würde man einen Hirtenhund kurzfristig arbeitsunfähig machen und die wirkliche Gefahr für eine Schafherde vergrößern.<br />
Ein Blick auf den nächsten Baum oder Lichtmast zum hinauf klettern und in Sicherheit bringen gibt mir eine weitere Sicherheit wenn jegliche Bewaffnung fehlt.</p>
<p>Die Aufnahme der Bewaffnung geschieht aus zwei Gründen: erstens aus psychologischerr Sicht für den Menschen. Durch die zusätzliche Armverlängerung, die Aufwertung der eigenen Möglichkeiten, die gewonnene Schlagkraft fühlt sich eine Person sicherer. Die Person hat damit mehr Selbstbewusstsein und geht im allgemeinem ruhiger auf eine Bedrohung zu und wie oben erwähnt spüren dies Hunde.<br />
Als den zweiten Grund möchte ich hier den erheblichen Mehraufwand für einen erst gemeinten Angriff einer Hundemeute aufzählen. Durch den bisherigen<br />
Der Verteitigungsring um einen Person wird mit einem großen Ast erheblich vergrößert. Der Hund kann nicht einfach heran springen und zubeißen, sondern muß vorher diese Distanz überwinden und sich dabei der Gefahr aussetzen geschlagen zu werden.<br />
Durch den Umgang mit Menschen wissen die Hunde zumeist was ein derber Schlag mit einem Stock oder einem Stein ausrichten kann. Die Angreifer müssen sich also auch selbst vor Verletzungen in Acht nehmen.</p>
<p>Bei einem Sichtkontakt mit einer Schafherde, deren Umgehung sich nicht vermeiden lässt bzw. wenn auch ohne Sichtkontakt die kläffenden Vierbeiner daher gerannt kommen sofort mit den Augen den Schäfer suchen. Sich so positionieren das der Hirte einen von weitem sehen kann, damit dieser die Möglichkeit hat seine Hunde zurück zurufen. Auf den Hirten zulaufen, bedeutet zwar oft eine zusätzliche Annäherung zu den Hunden, ermöglicht aber ein schnelleres Eingreifen des Obmanns bei einem Angriff der Hunde. Oft wird in dem Zusammenhang das Kommando &#8220;Sziba&#8221;(etwa wie Zieba ausgesprochen, wobei die harte Betonung auf der letzten Silbe liegen sollte!) verwendet um die Hunde zu beruhigen oder zurück zurufen. Man kann dieses Kommand natürlich auch selbst rufen, aber sich nicht auf einen Erfolg verlassen den schließlich sind Sie ja der Angreifer und nicht der Hirte!</p>
<p>Wenn das Hunderudel heran stürmt sollte man versuchen die Ruhe zu bewahren!. Ich hocke oder knie mich dabei hin und halte eine Hand zum beschnuppern hin. Meine Bewaffhung versuche ich im ersten Schritt nicht zu demonstrieren, sondern lege ich griffbereit auf den Boden vor meinen Füßen.<br />
Den Rucksack kann man als zusätzlichen Schutz nach Hinten auf behalten oder zur Abwehr vor sich halten.<br />
Für sich zur Beruhigung und den Hunde zur Anlockung kann man etwas sprechen oder rufen. Meinet wegen das selbe was sie ihrer Katze oder Hund zurufen würden wenn er herkommen soll um sich streicheln zu lassen.<br />
Bleiben sie in der niedrigen Stellung, den dadurch wird ihr scheinbares Angriffspotenzial geschmälert. Sie erscheinen den Hunden in dieser Stellung -also auf Augenhöhe nicht mehr als der riesen Angreifer den sie vorher darstellten bzw. zeigen dadurch so gar eine Geste der Untergegebenheit.<br />
Halten sie die eine Hande den Hunden hin damit diese daran schnuppern können und sprechen sie dabei etwas. Wenn sie Handschuhe anhaben, ziehen sie einen davon aus. Mit der anderen Hand halten die den Stock am Boden fest um schnell reagieren zu können, aber das es so aussieht als müssten sie sich abstützen.<br />
Es kann sein das die Hunde eine Zeitlang laut bellend und Zähne fletschend vor ihnen hin und her laufen und immer wieder der Hand kurz näher kommen. Wenn der erste Hund kurz an ihrer Hand schnuppern konnte, werden die anderen oft folgen und vielleicht sogar ihre Hand ablecken. Wenn es zu dieser friedlichen Annäherung gekommen ist wird das bellen innerhalb von Sekunden verklingen. Von nun an können sie die Hunde streicheln und oft werden sich diese als liebes-hungrige Kuscheltiere erweisen. Die Gefahr sollte nun gebannt sein, jedoch achten sie darauf wie die verschiedenen Hunde auf das streicheln reagieren. Es gibt Hirtenhunde die sich nicht auf dem Rücken streicheln lassen und darauf leicht aggressiv reagieren können!</p>
<p>Sollte der Angriff andauern nehmen sie ihre Bewaffnung demonstrativ in die Hand und halten sie diese Sichtbar hoch. Schwenken sie mit einem festen Handgriff die Waffe langsam bzw, in dem Tempo wie die Hunde versuchen anzugreiffen um sich, um den Abstand zu vergrößern. Die Hunde werden zuerst versuchen ihre Extremitäten wie die Füße, Beine oder die Arme und ihre Hände mit den Zähnen zu fassen. Darum halten sie diese möglichst nah am Körper oder ständig in Bewegung.<br />
Rufen sie nach dem Hirten! Er muß ihre Sprache nicht verstehen, nur wissen das sie sich in Gefahr befinden.<br />
Wenn sie Steine gesammelt haben, benutzen sie diese!. Den ersten werfen sie nur als leichte Drohung in die Richtung ohne wirklich zu zielen. Bei weiteren Drohungen testen sie ihre Wurfkünste! Sollte sie keine Steine zur Hand haben, bücken sie sich mit der Hand als würde sie einen aufsammeln und führen sie einen scheinbaren gezielten Wurf durch. Manchmal schreckt allein diese Geste die Hunde ab.</p>
<p>Mancher wird bei diesem Szenario daran denken sein mitgebrachtes Brot/Sandwiche zu opfern. Ja dieser Gedanke ist mir auch einige mal durch den Kopf gestiegen. Aber es ist ihr Brot und nach dem durch den Angriff verursachten Schock werden sie eventuelle selber später noch etwas zu Essen brauchen! Also geben sie nicht ihre ganzen Vorräte hin, wenn sie dies wirklich opfern wollen. Und womöglich müssen sie damit später noch den Bären füttern der sie angreifen möchte! <img src='http://rumaenien.projekt-one.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Icon Wink in " class='wp-smiley' /> </p>
<p>Sollte sie in einer Gruppe unterwegst sein und die Hunde auf sich zu rennen sehen, suchen sie den Schulterschluss nach rechts und links, bzw. bilder sie einen Kreis und stellen und hocken sich Rücken an Rücken hin. Wie sie es aus diversen Naturfilmen kennen, lassen sie die Kinder zum Schutz in ihre Mitte!<br />
Jeder soll eine Hand den Hunden hinhalten und zugleich die Waffe griffbereit halten, wie ich es weiter vorn beschrieb. Eine Person aus der Gruppe soll ein bis zwei Schritte vortretten und die Anfreundung mit den Hunden einleiten. Und bei misslingen dieses Vorhabens wieder in die Gruppe zurück treten.</p>
<p>Bei Karpatenwilli gibt es ebenfalls eine kurze Einführung: <a href="http://www.karpatenwilli.com/hunde.htm" target="_blank">Hirtenhunde &amp; Hundeknigge</a></p>
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		<title>Von Pferdewagen und Schäferhunden</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 11:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Apold]]></category>
		<category><![CDATA[Harbachtal]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Schafherde]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Besuch in Apold ist schon recht lange her. Es muss wohl im September zum Freiwilligentreff gewesen sein. Am vergangenen Wochenende nun führten mich meine Wege wieder nach Apold. Samstag: Ich hatte mal wieder Lust zum Wandern und die Fahrt nach Apold/Trappold/Apold wollte ich nicht die ganze Zeit in einem Bus, an Tramperstellen und [...]]]></description>
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<p>Mein letzter Besuch in Apold ist schon recht lange her. Es muss wohl im September zum Freiwilligentreff gewesen sein. Am vergangenen Wochenende nun führten mich meine Wege wieder nach Apold.<span id="more-421"></span><br />
Samstag:<br />
Ich hatte mal wieder Lust zum Wandern und die Fahrt nach Apold/Trappold/Apold wollte ich nicht die ganze Zeit in einem Bus, an Tramperstellen und in Autos verbringen. So fuhr ich also von Sibiu aus per Anhalter bis nach Netus/Neithausen/Netus (zwei Dörfer vor Apold) und wollte von dort aus durch den Wald nach Apold laufen. Aber kurz nach dem Ortsausgang überholte mich eine caruta (Pferdewagen) und die drei Passagiere wollten wissen wohin mich meine Weg führten. &#8220;Ich laufe nach Apold, aber durch den Wald.&#8221;, rief ich zurück. &#8220;Ja, wir fahren nach Apold. Ja, Wald. Durch den Wald fahren wir.&#8221; 
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/2009_01-10_Apold/2009_01_10_Apold_005.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1359" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1359__160x120_2009_01_10_Apold_005.jpg" alt="1359 160x120 2009 01 10 Apold 005 in "  />
</a>
Leicht zweifelnd, ob dies mit dem Wald stimmte, stieg ich trotzdem auf, den schließlich sollte man sich so eine caruta-Fahrt hier in Rumänien nicht durch die Finger gehen lassen. So fuhr ich nun mit dem Pferdewagen durch Bradeni und an einem Wald vorbei, aber nicht hindurch, sondern direkt nach Apold. Ein Vater mit seinen drei Söhnen hatte mich aufgegabelt. Die vier waren kurz vorbei aus dem Dörfchen Jacobeni/Jakobsdorf/Jakabfalva gestartet und waren auf dem Weg nach Apold um Heu für ihre zwei Pferde einzukaufen. Etwa 200 Lei (50 Euro) sollte eine Fuhre Heu kosten. Und ich schätze, dass zur Bezahlung auch noch drei Hasen dienten, die in einem Karton mitreisten.</p>
<p>Sonntag:<br />
Da ich am Vortag nicht die Möglichkeit hatte, meinem Drang zum Wandern auszuleben, wollte ich dies am Sonntag nachholen. Wenn schon nicht in die eine Richtung, dann in die Gegenrichtung &#8211; so wollte ich von Apold direkt nach Netus durch den Wald laufen.<br />
Für das erste Drittel der Strecke hatte ich zwei Urlauber an meiner Seite, denen ich noch die auf meinem Weg liegende Breite zeigen wollte. Schon von Weitem sah ich eine Schafherde mit einer beachtlichen Anzahl von Hirtenhunden: mindestens sieben Hunde konnte ich zählen. So gebot ich meinen zwei Begleitern, Stöcke bzw. Äste zur Bewaffnung zu suchen und mitzunehmen.</p>
<p>Eigentlich gehört eine Schafherde mit ihren Hirtenhunden zum Reiz jeder Wandertour. Es ist stets unklar, was passiert. Ich habe noch nie gehört, dass ein Rumäne von Schäferhunden angefallen worden ist. Entweder geht kein Rumäne &#8220;scheinbar sinnlos&#8221; in der Natur wandern bzw. nur hoch auf dem Pferdewagen oder die Hunde sind nur auf fremdländisches Fleisch scharf. <img src='http://rumaenien.projekt-one.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Icon Smile in " class='wp-smiley' /> </p>
<p>Meine Vorbereitung bei einer Wanderung über Felder und Wiesen fängt immer mit der Suche nach einem oder zwei geeigneten Stöcken an. Wenn kein Wald oder Gebüsch in der Nähe ist, tut es auch eine Wasserflasche oder aufgelesene Steine. Einerseits sollen diese Bewaffnungen die Hunde abschrecken und andererseits einem selbst mehr Vertrauen geben. Wenn keines dieser Wurfgeschosse oder Abstandhalter aufzutreiben ist, kann die stetige Suche nach dem nächsten Baum zum Hinaufklettern auch helfen, die Ruhe zu bewahren.<br />
Für den Fall, dass die Wegkreuzung mit einer Schafherde unablässig ist: sofort mit den Augen den Hirten suchen und auf den Hirten zugehen. Dadurch wird die Distanz verkürzt und der Hirte hat besser die Möglichkeit, seine Hunde zurückzurufen bzw. zu Hilfe zu kommen. Oft wird das Kommando &#8220;tiba&#8221; zum Zurückrufen/Zurechtweisen der Hunde verwendet. Ich zu meinem Teil konnte bisher eher einen &#8220;Wirkunsgrad&#8221; von wohl nicht mehr als 30 % bei Gebrauch dieses Wortes feststellen.<br />
Wenn es nun doch einmal zur schnellen Annäherung einer Hundemeute kommen sollte, der man nicht aus dem Weg gehen kann, empfehle ich Folgendes: ruhig bleiben und nicht in Hektik verfallen. Stehen bleiben, mögliche Bewaffnung zeigen, aber nicht demonstrieren. Hinhocken oder auf die Knie gehen, um mit den Hunden auf gleicher Augenhöhe zu sein. Durch das Verringern der Körperhöhe/Größe erscheint man den Hunden nicht mehr als eine so große Bedrohung.<br />
Dabei die Bewaffnung griffbereit auf dem Boden legen und eine Hand den Hunden zum Beschnuppern entgegenstrecken. Sollten die Angreifer näher kommen und die Hand beschnuppern, droht im Allgemeinen keine Gefahr mehr. Bei fortwährenden Drohgebärden sollte die Bewaffnung stetig mit den Armen rundum geschwenkt werden, um einen Abstand zu wahren. Eine Armbewegung, die einen Steinwurf simuliert, kann unter Umständen eine sehr abschreckende Wirkung haben.</p>
<p>Das Beschriebene kann sicher für den einen oder anderen sehr durcheinander und ungenau wirken. Ich muß jedoch klarstellen, dass es keine klaren Verhaltensweisen gibt, um den Angriffen oder gar Bissen der Hirtenhunde zu entkommen. Weder die defensive noch die offensive Taktik garantieren einen Erfolg bzw. eine freundliche Begegnung.<br />
Und vielleicht gibt es in einigen Jahren keine Schafherden mit den dazugehörigen Hunden mehr. Jemand erzählte mir, dass freilaufende Hunde dank EU-Gesetzen verboten seien und zum anderen werden auch die Schafherden immer weniger. In beiden Fällen wäre es eine traurige Entwicklung wie ich es sehe, denn die Schafherden stellen eine gewisse Indentität für Rumänien dar.</p>
<p>Manch einer wird sich fragen, warum die Schäferhunde hier in Rumänien als so gefährlich gelten bzw. dies teilweise auch sind. Denn obwohl es z. B. in Deutschland nur noch wenige Schafherden gibt, verhalten sich die Hunde dort anders. In den Ländern sehr geringer Bedrohung der Schafherden durch natürliche Feinde wie Wölfe oder Bären übernimmt der Schäferhund den Part eines zweiten Schäfers, um die Schafherde beisammen zu halten und in die richtige Richtung zu lenken. Hier in Rumänien müssen die Schaf- bzw. auch Ziegenherden vor den Bären und Wölfen geschützt werden. Wer durch die Dörfer und bei den Bauern und Hirten nachfragt, wird viele Geschichten von Überfällen der Bären auf Schafherden hören. Angeblich werden Ziegenherden von Bären nicht angegriffen. Die Hunde werden durch bestimmte Methoden so erzogen, dass sie auf sich annähernde Tiere bzw. Personen besondern agressiv reagieren. Zum Beispiel durch (Aus-) Hungern der Hunde kann eine agressivere Reaktion derselben hervorgerufen werden. Oft sieht man, das Hirtenhunde einen Stock um den Hals hängen haben. Durch ein Halsband und einen Strick ist ein etwa 20 bis 30 cm langer Holzstock etwa 20 cm unterhalb des Hals hängend befestigt. Dahinter steckt der stetige Versuch, die Hunde möglichst nah bei der Herde zu halten. Dieser querhängende Stock soll den Hund daran hindern, nicht allzu weit und schnell hinter einem Tier hinterherzujagen und im Gebüsch den Hund abbremsen bzw. aufhalten.</p>
<p>So, nun zurück zur Wanderung und den Hunden, welche immer näher kamen und ständig mehr wurden. 
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Bis auf etwa vier Meter waren sie schon an uns herangekommen und sie bellten und fletschten ihre Zähne. Ich kniete mich hin und streckte meine Hand aus und fast sofort hörten das Bellen und die Drohgebärden auf. Ich legte auch noch meinen Stock auf die Erde und zwei Hunde kamen noch weiter auf mich zu und beschnupperten meine Hand und ließen sich streicheln. Sofort waren fast die Hälfte der Hunde um uns versammelt und waren zugleich die liebsten Hunde, die sich wie kleine Kinder benahmen &#8211; als hätte man sie ein Jahr lang nicht mehr gekrault und gestreichelt. Wir &#8220;spielten&#8221; noch fünf Minuten mit den Hunden, ehe wir unseren Weg zur Breite weitergingen. Die Hunde hatten von uns abgelassen und wir hörten kein einziges Bellen mehr.</p>
<p>Woher der Begriff &#8220;Breite&#8221; kommt und was er eigentlich bedeutet, ist mir nicht ganz klar. Wenn aber hier in Siebenbürgen von einer oder der Breite gesprochen wird, handelt es sich oft um eine große (breite ??) und lichte Wiese, auf der sehr alte Eichen stehen. Durch Wälder abgegrenzt sind die Breiten oft nur schwer zu entdecken. So gibt es bei Sighisoara/Schässburg/Segesvar eine unter Naturschutz gestellte Breite. Das ist auch genau der Ort, an dem vor einigen Jahren ein Investor einen Draculavergnügungspark errichten lassen wollte. Zum Glück konnte dieses Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden.<br />
Früher waren die Eichen ein Symbol von Rumänien bzw. Siebenbürgen, jedoch findet man diese Bäume nicht mehr so oft.<br />
Auf der Breite verabschiedete ich mich von meinen zwei Begleitern und folgte einem alten Forstweg. Durch Zufall bin ich im Besitz alter sowjetischer Militärkarten und benutze diese oft für meine Wanderungen. Diese von 1945 erstellten Karten enthalten Wald- und Feldwege, die heute auf keiner Karte mehr verzeichnet sind. Oft werde diese Wege von den Einheimischen noch genutzt, haben aber leider an Bedeutung verloren. Diese alten Wege bieten sicherlich ein großes Potential für den Tourismus als Wanderwege im Sommer oder für den Langlauf im Winter.</p>
<p>Zu meinem Glück war mein Weg vorher von einem Auto befahren worden. Es war schon recht spät und die Dämmerung war nicht weit. So folgte ich blindlinks einer Autospur im Wald. Völlig unerwartet hatte ich so den richtigen Weg gewählt und erblickte bald das Dorf Netus und hatte eine wunderbare Aussicht auf die in der Abendsonne verhüllten Karpaten. Kurz nach meinem Einzug in das Dorf wurde es dunkel.</p>

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