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	<title>nächster Halt Sibiu &#187; Fotos</title>
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	<description>Orte, Wanderungen und Alltagsschilderungen aus Rumänien</description>
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		<item>
		<title>Dakerfestung Blidari/Costeşti bei Oraştie</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 13:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Daker]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Europastraße zwischen Deva und Sebeş/Alba Iulia begint das Reicht der Daken. Schon von weitem Sichtbar befindet sich kurz nach Simeria auf einem Hügel an der Straße eine große Sichel als Monument, die wohl ein typisches Werkzeug der Daker darstellt. Etwa 15-20km südlich von Oraştie sind dann auch die erste Zeugnis dieser nieder gegangenen [...]]]></description>
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<p>Auf der Europastraße zwischen Deva und Sebeş/Alba Iulia begint das Reicht der Daken. Schon von weitem Sichtbar befindet sich kurz nach Simeria auf einem Hügel an der Straße eine große Sichel als Monument, die wohl ein typisches Werkzeug der Daker darstellt.<span id="more-595"></span><br />
Etwa 15-20km südlich von Oraştie sind dann auch die erste Zeugnis dieser nieder gegangenen Zivilistaion zu finden. 40km südlich von Oraştie in den Bergen (Munţii Şurean) befinden sich die Überreste der Festung Sarmizegetusa Regia. Wie der Name es ausdrückt, wird angenommen das diese die Festung des Königs/Herschers war. Im weiteren Umkreis von ca. 20km befinden sich weitere Festungen dieser Art, die wie ein Verteitigungsring wirken. Insgesamt sind 6 Festungen bei der UNESCO als Weltkulturerbe verzeichnet.</p>
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<p><a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;ll=45.684537,23.158064&amp;spn=0.044852,0.08626&amp;t=h&amp;z=14&amp;msid=108705712215053543130.000462a514517b6e1fb1b"><span style="color: #ffffff;">Karte</span></a></p>
<p>Ich hatte bisher nur Zeit zur Besichtigung einer dieser ehemaligen Burgen und zwar der Dakerfestung Blidari bei Costeşti-Deal. Auch in Costeşti aber auf einer anderen Bergspitze befindet eine weitere Dakerfastung und zwar Cetate Costeşti. Als ich in Costeşti ankam mußte ich mich wegen der fortgeschrittenen Zeit für eine der beide entscheiden, und tat dies zu Gunsten der Festung Blidari.<br />
Der Wegweise gab die Zeit zur Ruine auf 703m Höhe mit 50min an, jedoch war ich im Eilschritt nach etwa 35min schon oben. Der Weg war teilweise sehr steil und nach einem Regenguß sind dafür unbedingt Wanderschuhe notwendig.<br />
Auf etwa 2/3 der Strecke kann, wer die Umgebung stets gut beobachtet schon Bauwerk entdecken. Etwa 30m vom Weg entfernt befinden sich ein eingefallenes Gebäude, welches durch den umstehende Pflanzenbewuchs nur schwer und von weiter oben nur zu entdecken ist. Ich würde dieses Gebäude als ein Wachposten deuten, mit den geschätzten Maße von 6 x 6m. Die schweren Granitsteine sind nach innen und außen herabgefallen so das die Mauern heute nur noch 1,5-2m hoch sind.
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de//bilder/rumaenien/2009/2009_02_12_dakische_festung/img_2000.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1443" >
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</a>
<br />
Der Weg nach oben führt immer wieder über kleine Terrasen dich mich vermuten lassen, das diese vor langer Zeit künstlich angelegt wurden. So kann ich mir gut vorstellen das es solche kleine und großen Terrasen verstreut über den ganzen Berg gab wo sich Hütten oder Häuser aus Holz oder sogar Stein befanden. So führt der Weg die letzten 100m Weg vor der Festung über eine Terrase und zwei größeren Ebenen.<br />
Die Festung Blidari wurde auf einer leicht vorstehendem Bergkuppe errichtet. Die Mauern sind heute nur noch etwa 1-1.5m hoch, jedoch sind die Grundrisse der einzelnen Gebäudeteile sehr gut zu erkennen. Die Steine sind sehr gleichmäßig bearbeitet und geschätze 40-50cm Breite, Tief sowieo Hoch.<br />
Ich frage mich ob die höheren Mauerteile später für andere Festungen oder Gebäude im Dorf abgetragen wurden oder ob nur das Grundfundament aus Stein bstand und der Rest aus Holz?</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.rumaenien-info.at/de/reisefuehrer/weltkulturerbe/168" target="_blank">Rumänischen Fremdenverkehrsamts</a><br />
<a href="http://gradistea.ning.com/" target="_blank">Parcul Natural Gradistea Muncelului &#8211; Cioclovina</a><br />
<a href="http://www.rumaenienburgen.com/transilvania/blidaru-info.htm" target="_blank">Rumaenienburgen.com</a></p>

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		<title>Herbstimpressionen aus Fântânele, Museum und Bärenspuren (18.10.2008)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 16:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Bär]]></category>
		<category><![CDATA[Mărginimea Sibiului]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich auf die Schnelle am Sonntagmorgen den Plan für die Wanderung entwarf hatte ich vor, bis zum Abend mindestens 10 bis 12 km zurückzulegen.  Jedoch waren es dann wohl nicht mehr als 6km, selbst wenn uns das als viel mehr vorgekommen ist.  Mit dem Zug fuhren wir von Sibiu nach Sibiel in die Mărginimea [...]]]></description>
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<p>Als ich auf die Schnelle am Sonntagmorgen den Plan für die Wanderung entwarf hatte ich vor, bis zum Abend mindestens 10 bis 12 km zurückzulegen.  Jedoch waren es dann wohl nicht mehr als 6km, selbst wenn uns das als viel mehr vorgekommen ist. <span id="more-298"></span><br />
Mit dem Zug fuhren wir von Sibiu nach Sibiel in die Mărginimea Sibiului, einem Gebiet südwestlich von Sibiu. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass sich in dem kleinen Dorf Fântânele, nahe des Haltepunktes, ein Museum befinden sollte. (Irrtümlicherweise nicht das Ikonen-Museum wie im nahen Sibiel).<br />
Fântânele, ein kleines ruhiges Dorf mit etwa 220 Höfen, liegt in einem kleinen Tal. Im Gegensatz zur Zahl der Höfe gibt es allerdings nur noch etwa 150 ständige Einwohner. So jedenfalls schätzte eine Frau aus dem Dorf die Lage ein. Dennoch stünden nur wenige Häuser leer. Ihre Besitzer kämen an den Wochenenden heraus aufs Land. Ihre Vorliebe für die Häuser aus Fântânele ist leicht nachvollziehbar. Wenn man durch das Dorf geht, würde man am liebsten jeden zweiten Hof kaufen.<br />
Ohne alt zu wirken sind einige Häuser bzw. die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude immer noch aus Holz und  befinden sich in einem sehr guten Zustand. Daher gab ich Fântânele den Beinamen &#8220;Museumsdorf&#8221;. Die Strassen im Ort sind sehr verwinkelt und die Berge mit den Wäldern sind zum Greifen nahe.<br />
Das Museum im Dorf war leider nicht das erhoffte Ikonen-Museum. Jedoch bietet es einen guten Einstieg, um mit Personen aus dem Dorf ins Gespräch zu kommen. Um das Museum zu besuchen muss vorher am Tor geläutet werden. Dann ertönt aus einem Haus in der Nähe der Ruf bzw. die Frage &#8220;Cineva la muzeu!/?&#8221;<br />
In einem Haus, aufgeteilt auf zwei Räume, befindet sich das Museum für Ethnografie und kirchliche Kunst. Das Museumsinventar besteht vollkommen aus privaten Spenden. Einige davon sind auf den Fotos zu sehen.</p>
<p>Nach einem etwas ungenauen Studium der Landkarte suchten wir einen Weg in die Berge &#8211; welcher sich am Ende jedoch als der Falsche herausstellen sollte und ich die Marschrichtung so in die falsche Richtung lenkte. Doch dafür erlebten wir auch gewissermaßen naturkundliche Überraschungen. Keine 100 m nach dem letzten Haus stießen wir auf die Spuren eines Bären. Da es am Vortag noch geregnet hatte, konnten die Spuren nur aus der vorangegangen Nacht sein.<br />
Nur zwei Minuten nach Entdeckung der Bärenspuren fanden wir auf dem Weg insgesamt 5 Feuersalamander. Bisher kannte ich diese Gesellen nur aus dem Buch, und war daher über deren Grösse überrascht. Seltsamerweise befanden sich alle 5 Tiere auf dem Weg zu ihren Unterschlüpfen -daraus könnte man auf eine Flucht vor uns schliessen &#8211; tja <img src='http://rumaenien.projekt-one.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Icon Smile in " class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Einige Zeit später erreichten wird eine etwa 150m über dem Dorf gelegene Lichtung. Von dort aus hatte wir einen herrlichen Ausblick auf  Ortschaften wie Sibiel und Salişte, aber auch auf weiter südlich gelegene Berge, mit deren kahlen Bergkuppen und kleinen Höfen bzw. Scheunen darauf. Ich hatte schon immer davon geträumt, eines Tages zu so einem Gehöft hinauf zu steigen, aber bis jetzt war mir dies verwehrt. Obwohl wir den Versuch unternahmen, einem dieser Hügel näher zu kommen, blieb dieser Wunsch weiterhin unerfüllt. Aufgrund gewisser Irrtümer verfehlten wir den Weg/Richtung erheblich und gelangten nur wieder in das Dorf zurück. Aber nach dem heutigen Studium der Landkarte war es gut so, dass wir den Weg nicht fanden. Es gab von dort aus keinen &#8211; und wir hätten in der dunklen und kalten Nacht zurück finden müssen.</p>
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		<title>Keramikgeschirr aus Horezu</title>
		<link>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/08/12/keramikgeschirr-aus-horezu/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 12:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Horezu]]></category>
		<category><![CDATA[Keramik]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt Horezu im Herzen Rumäniens ist nicht nur wegen dem nahe gelegenem Kloster Horezu / Hurezii bekannt. Auch wegen dem weit bekanntem Keramikgeschirr aus Horezu ist vielen Personen eine Reise dort hin wert. Selbstverständlich kann man das bunte und handgefertigte Geschirr auch in vielen Geschäften verstreut in Rumänien kaufen. Aber immer nur ein kleinen [...]]]></description>
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<p>Die Stadt Horezu im Herzen Rumäniens ist nicht nur wegen dem nahe gelegenem Kloster Horezu / Hurezii bekannt. <span id="more-244"></span><br />
Auch wegen dem weit bekanntem Keramikgeschirr aus Horezu ist vielen Personen eine Reise dort hin wert. Selbstverständlich kann man das bunte und handgefertigte Geschirr auch in vielen Geschäften verstreut in Rumänien kaufen.<br />
Aber immer nur ein kleinen Teil des Sortimentes.</p>
<p>So befinden sich am Ortseingang von Horezu zu beiden Seiten der Strasse etwa je 5 -10 Verkaufstände.<br />
Bei einigen kann man die Erzeugnisse direkt vom &#8220;Hersteller&#8221; kaufen. Anderen haben nur ihre Verkaufstände dort aufgebaut. Bei den traditionellen Formen (Schüsseln, Tassen, Teller) unterscheidet sich das Geschirr nicht so gross. Wer natuerlich genauer hinschaut wird feststellen, das jedes Stück ein Einzeilstück ist.<br />
Hin und wieder finden aber auch Neuere Formen den Weg in den Verkaufsregele.</p>
<p>Eine Einkaufstour nach Horezu stand schon seit längerem auf meinem ToDo-Zettel. So war der Besuch meiner Eltern und der Schwester eine hervoragende Gelegenheit dazu. Am Ende habe ich fuer etwa 55Euro Geschirr eingekauft. Einiges ist auf den Bildern zu sehen.</p>
<p>Ein weiterer Ort in dem Keramikgeschirr hergestellt wird ist Corund/Korund im ungarischem Teil von Rumänien.<br />
Geschirr aus beiden Orten, Horezu und Corund kann man fast in jedem rumänischen Haushalt finden. Sei es als Tasse,  Suppenschüssel oder nur als Aschenbecher.</p>
<p>Bilder von Tabea Gärtner<br />[[Show as slideshow]]
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		</item>
		<item>
		<title>Kleine Stadtführung durch Sibiu, Teil 4</title>
		<link>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/25/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-4/</link>
		<comments>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/25/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-4/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 21:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Samuel-von-Brukenthal]]></category>
		<category><![CDATA[Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Piaţa Mare und das Brukenthalmuseum Heute ist der Piaţa Mare (dt. Großer Ring) bis auf Ausnahmen den Fußgängern und Fahrradfahrern vorbehalten. Gelegentlich finden hier Konzerte oder Kundgebungen statt. Vor etwa 15 bis 20 Jahren fuhren hier noch Autos und sogar eine Straßenbahn. Es gibt Bilder aus der Zeit der vorherigen Jahrhundertwende, auf denen Pferdefuhrwerke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Der Piaţa Mare und das Brukenthalmuseum</em></p>
<p>Heute ist der Piaţa Mare (dt. Großer Ring) bis auf Ausnahmen den Fußgängern und Fahrradfahrern vorbehalten. Gelegentlich finden hier Konzerte oder Kundgebungen statt.<span id="more-218"></span><br />
Vor etwa 15 bis 20 Jahren fuhren hier noch Autos und sogar eine Straßenbahn. Es gibt Bilder aus der Zeit der vorherigen Jahrhundertwende, auf denen Pferdefuhrwerke oder verschiedene Märkte abgebildet sind.</p>
<p>Im 15. Jahrhundert wurde der Platz als Getreidespeicher genutzt. Unterirdisch wurden fünf Getreidespeicher, erreichbar durch Brunnenschächte, angelegt. Im Jahr 2005 wurden diese Speicher
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/04/2008_03_31_Sibiu_Parasciva_009.jpg" title="ehemalige Getreidespeicher" class="thickbox" rel="singlepic1107" >
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</a>
 zufällig wiederentdeckt. Neben den Bänken auf dem Platz dienen diese Speicher ebenfalls als Sitzgelegenheit. Nachts sind sie von innen beleuchtet.</p>
<p>Seit etwa zwei Jahren befindet sich in der Mitte des Platzes ein Springbrunnen. Wenn das Wasser in den warmen Monaten in Bewegung ist, sind zu jeder Uhrzeit Menschen am Brunnen und schauen dem Schauspiel zu.</p>
<p>
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/04/2008_03_28_Sibiu_055.jpg" title="Gheorghe Lazăr" class="thickbox" rel="singlepic1098" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1098__160x120_2008_03_28_Sibiu_055.jpg" alt="1098 160x120 2008 03 28 Sibiu 055 in "  />
</a>
In der Nähe des Ratturmes befindet sich die Statue von <strong>Gheorghe Lazăr</strong>. Vor etwa 200 Jahren reformierte der aus dem siebenbürgischen Avrig  (dt. Freck) stammende Lehrer und Theologe in der Walachei und der Moldau das Schulsystem. Deshalb sind in Siebenbürgen viele Schulen oder Straßen nach ihm benannt.<br />
In der Nähe dieser Statue befindet sich das römisch-katholische Stadtpfarrhaus und die<strong> römisch-katholische Stadtpfarrkirche</strong>.</p>
<p>Nachdem Siebenbürgen Ende des 16. Jahrhunderts in Folge der Reformation protestantisch geworden war, gab es nur noch sehr kleine katholische Gemeinden jedoch ohne Kirche. Erst durch den Zuzug von österreichischen Beamten vergrößerte sich diese Gemeinde nach 1700 wieder.</p>
<p>Erst 1728 &#8211; 1738 wurde diese Kirche von den Jesuiten erbaut. Vorher befand sich an dieser Stelle unter anderem die Stadtapotheke. In der Kirche mit einem rechteckigen Grundriß finden die Messen in den drei Sprachen Deutsch, Ungarisch und Rumänisch zu verschiedenen Zeiten statt.</p>
<p>Nur durch einen kleinen Durchgang getrennt befindet sich neben dem Glockenturm der Kirche das <strong>Neue Rathaus</strong>. Nach Renovierungsarbeiten bezog die Stadtverwaltung 2006 dieses Gebäude. An einem der Fenster im dritten Stock sind außen zwei Kameras angebracht. Durch diese läßt sich das Geschehen auf dem Platz in Echtzeit über das Internet verfolgen.</p>
<p>Nur durch eine kleine Straße getrennt befindet 
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/04/2008_03_28_Sibiu_061.jpg" title="das Brukenthalmuseum und das Neue Rathaus" class="thickbox" rel="singlepic1103" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1103__320x240_2008_03_28_Sibiu_061.jpg" alt="1103 320x240 2008 03 28 Sibiu 061 in "  />
</a>
 sich neben dem Rathaus wohl eines der bekanntesten Gebäude in Sibiu: das <strong>Brukenthal-Palais</strong>. Es wurde zwischen 1777  und 1778 im Barockstil umgebaut, ist seit etwa 200 Jahren Museum und beherbergt die berühmte Brukenthalsammlung. Samuel von Brukenthal war zur Zeit Maria Theresia&#8217;s Gubernator von Siebenbürgen. Zu Lebzeiten legte er eine riesige Sammlung von Büchern und  verschiedensten Kunstgegenständen an. 1817 wurde sie auf Grundlage einer testamentarischen Verfügung Brukenthals als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das älteste Museum auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens wurde früher oft mit Museen der westlichen Welt wie in Paris auf eine Ebene gestellt.</p>
<p>Ebenso wie die Häuser auf dem Kleinen Ring wurden die Gebäude am Großen Ring ebenfalls als Speicherhäuser entworfen und gebaut. 
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/04/hermannstaedet_augen.jpg" title="Hermannstädter Augen" class="thickbox" rel="singlepic1130" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1130__160x120_hermannstaedet_augen.jpg" alt="1130 160x120 Hermannstaedet Augen in "  />
</a>
 Dadurch läßt sich die doppelstöckige Bauweise mit den hohen Dächern erklären.<br />
Typisch für die Altstadt von Hermannstadt sind die ovalen Dachfenster. Auch &#8220;<strong>Hermannstädter Augen</strong>&#8221; genannt, sind diese  oft auf den Dächern der Häuser in den Ortschaften der Umgebung zu finden.</p>
<p>Im Jahr 2007 war Sibiu gemeinsam mit der Stadt Luxemburg &#8220;<strong>Europas Kulturhauptstadt 2007</strong>&#8220;. Dafür wurden große Teile der Altstadt inklusive vieler Häuser und Fassaden saniert bzw. renoviert/restauriert. Neben dem Fund der Getreidespeicher gab es weitere Überraschungen, wie die übermalten Löwen am <strong>Hallerhaus</strong>. Diese wurden freigelegt und tragen zur Bereicherung des Platzes bei.</p>
<p>An der Westseite des Platzes nimmt die beliebte &#8220;Flaniermeile&#8221;, die Strada Bălcescu (dt. Heltauergasse) ihren Anfang.</p>
<ul>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-1/">Der Astra Park und die orthodoxe Kathedrale</a></li>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-2/">Entlang der Stadtmauer zur evangelischen Stadtpfarrkirche</a></li>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/24/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-3/">Der Kleine Ring und die Lügenbrücke</a></li>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/25/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-4/">Piaţa Mare und das Brukenthalmuseum</a></li>
<li>Wehrtürme und der Thaliasaal</li>
</ul>
<p><strong>Demnächst</strong>: &#8220;Wehrtürme und der Thaliasaal&#8221;</p>
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-94-218">

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</div>

<p><em>(Quellenangaben erfolgen im letzten Teil dieser Kleinen Stadtführung (Teil 6))</em></p>
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		<item>
		<title>Kleine Stadtführung durch Sibiu, Teil 3</title>
		<link>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/24/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 20:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Sibiu]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kleine Ring und die Lügenbrücke Station drei &#8211; der Piaţa Mică (dt. Kleiner Ring) &#8211; dieser Tour ist nur wenige Schritte entfernt. Die Häuser, welche die beiden Plätze trennen, befinden sich auf den alten Mauern der ersten Befestigungsmauer aus dem 13. Jahrhundert. Jedoch wurden die heutigen Wohnhäuser sicherlich einige Male ab- und wieder aufgebaut. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Der Kleine Ring und die Lügenbrücke</em></p>
<p>Station drei &#8211; der Piaţa Mică (dt. Kleiner Ring) &#8211;  dieser Tour ist nur wenige Schritte entfernt. Die Häuser, welche die beiden Plätze trennen, befinden sich auf den alten Mauern der ersten Befestigungsmauer aus dem 13. <span id="more-215"></span>Jahrhundert. Jedoch wurden die heutigen Wohnhäuser sicherlich einige Male ab- und wieder aufgebaut.</p>
<p>Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Sibiu ist die <strong>Lügenbrücke</strong> und  stellt  quasi eine Verbindung zwischen den  Plätzen Piaţa Mică und Piaţa Huet dar. Sie bietet sich hervorragend dazu an,
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/03/2008_03_31_Sibiu_Parasciva_004.jpg" title="die Lügenbrücke" class="thickbox" rel="singlepic1096" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1096__320x240_2008_03_31_Sibiu_Parasciva_004.jpg" alt="1096 320x240 2008 03 31 Sibiu Parasciva 004 in "  />
</a>
 einen Teil der Unterstadt und gleichzeitig die Menschen auf dem <strong>Piaţa Mică</strong> zu beobachten. Und ein Bild mit sich selbst darauf sollte in keiner Fotosammlung fehlen. Als erste gusseiserne Brücke auf dem Gebiet Rumäniens wurde die Brücke 1859 errichtet. Es gibt zahlreiche Legenden, welche angeblich zu deren Namensgebung geführt haben. Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Abwandlung von &#8220;liegende&#8221; Brücke.</p>
<p>Die Form des Platzes spiegelt in etwa den zweiten Befestigungsring wieder. In der Unterstadt befanden sich die Wohn- und Arbeiterhäuser. Aber hier auf dem Kleinen Ring befanden sich die Gebäude der<br />
Zünfte. Nach außen hin fungierten diese als Befestigung, nach innen wurden die Häuser als Lagerstätten der Zünfte genutzt. Bei einigen Häusern sind noch Elemente der Wehrmauer zu erkennen.<br />
Jedes der Häuser war einer Zunft zugeordnet, welche dieses instand halten musste. An einigen der Gebäude fallen die Arkaden/Säulen davor auf. Früher waren diese reihum an jedem Gebäude zu finden. Bei Regen konnte man so trockenen Fußes reihum laufen. Aufgrund dieser Form wurde und wird der Platz im deutschen  Kleiner Ring&#8221; genannt.</p>
<p>
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/03/2008_03_28_Sibiu_054.jpg" title="das Apothekenmuseum" class="thickbox" rel="singlepic1095" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1095__160x120_2008_03_28_Sibiu_054.jpg" alt="1095 160x120 2008 03 28 Sibiu 054 in "  />
</a>
Zusätzlich zu den verschiedenen Gaststätten befinden sich in den Häusern ringsum auch verschiedene Museen. Neben dem Franz-Binder-Ethnografiemuseum gibt es auf dem Piaţa Mică ein <strong>Apothekenmuseum</strong>. Vor mehr als 500 Jahren &#8211; 1494 &#8211; gab es die erste Apotheke hier in der Stadt. An Stelle des heutigen Apothekenmuseums wurde erstmals 1568 von einer Apotheke berichtet. Heute befinden sich im Museum etwa 6600 verschiedene Gegenstände, Manuskripte etc.</p>
<p>Der Turnul Sfatului (dt.:<strong>Ratturm </strong>)mit den zwei Durchgängen verbindet den Piaţa Mica mit dem <strong>Piaţa Mare</strong> (dt. Großer Ring). Erbaut wurde er auf den Fundamenten eines anderen Turmes, welcher früher zum zweiten Befestigungsring gehörte. 
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/03/2008_03_31_Sibiu_Parasciva_005.jpg" title="der Ratturm" class="thickbox" rel="singlepic1097" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2009/cache/1097__320x240_2008_03_31_Sibiu_Parasciva_005.jpg" alt="1097 320x240 2008 03 31 Sibiu Parasciva 005 in "  />
</a>
 Oft wird der Turm fälschlicherweise als &#8220;Ratsturm&#8221; bezeichnet. Der Turm beinhaltete nie administrative Räume, sondern befand sich nur in unmittelbarer Nähe des Rathauses, bzw. stützte die Mauern eines damaligen Rathauses ab. Unter anderem diente der Turm als Kornspeicher und heute gelegentlich als Ausstellungraum. Unter dem Dach des Ratturmes befindet sich eine Beobachtungsplattform für den Publikumsverkehr.</p>
<ul>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-1/">Der Astra Park und die orthodoxe Kathedrale</a></li>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-2/">Entlang der Stadtmauer zur evangelischen Stadtpfarrkirche</a></li>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/24/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-3/">Der Kleine Ring und die Lügenbrücke</a></li>
</ul>
<p><strong>Demnächst</strong>: Teil 4 &#8211; &#8220;<a title="Piata Mare und das Brukenthalmuseum" href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/25/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-4/">Piata Mare und das Brukenthalmuseum</a>&#8220;.</p>
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-93-215">

	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/24/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-3/?show=slide">
			[Show as slideshow]		</a>
	</div>

	
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								<img alt="Thumbs 2008 03 28 Sibiu 051 in " src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/03/thumbs/thumbs_2008_03_28_Sibiu_051.jpg" width="250" height="205" />
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								<img alt="Thumbs 2008 03 28 Sibiu 052 in " src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/03/thumbs/thumbs_2008_03_28_Sibiu_052.jpg" width="250" height="205" />
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<p><em>(Quellenangaben erfolgen im letzten Teil dieser Kleinen Stadtführung (Teil 6))</em></p>
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		<item>
		<title>Kleine Stadtführung durch Sibiu, Teil 2</title>
		<link>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-2/</link>
		<comments>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 19:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Sibiu]]></category>

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		<description><![CDATA[Entlang der Stadtmauer zur evangelischen Stadtpfarrkirche; Entlang der Strada Poştei, einer Querstraße zur Strada Mitropoliei, kommen wir zum nördlichem Teil der der teilweise erhalten Stadtmauer. Die Stadtmauer, an dieser Stelle wohl aus dem 15. Jahrhundert, trennt(e) die Unter- von der befestigten Oberstadt. Hermannstadt wurde zwischen dem Überfall der Tataren im Jahre 1241 und dem 16. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Entlang der Stadtmauer zur evangelischen Stadtpfarrkirche</em>;</p>
<p>Entlang der Strada Poştei, einer Querstraße zur Strada Mitropoliei, kommen wir zum nördlichem Teil der der teilweise erhalten <strong>Stadtmauer</strong>. Die Stadtmauer, an dieser Stelle wohl aus dem 15. Jahrhundert, trennt(e) die Unter- von der befestigten Oberstadt. <span id="more-214"></span><br />
Hermannstadt wurde zwischen dem Überfall der Tataren im Jahre 1241 und dem 16. Jahrhundert wegen der steigenden Bevölkerung viermal erweitert und befestigt. Im Jahr 1699 besaß Hermannstadt 39 Wehrtürme. Durch die enorm gute Befestigung konnte die Stadt im Gegensatz zu den anderen Städten in Siebenbürgen trotz zahlreicher Überfälle nie militärisch eingenommen werden.</p>
<p>
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/02/2008_03_28_Sibiu_035.jpg" title="der Torturm" class="thickbox" rel="singlepic1082" >
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</a>
 Etwa ein viertel dieser Türme existiert heute noch. So auch die nächste Station, der <strong>Torturm</strong>. Durch das Tor mit dem Tonnengewölbe war hier früher der Zugang zur Stadt möglich. Das Tor gehörte zum dritten Befestigungsring.<br />
Während früher das Tor durch Holztore oder Fallgitter blockiert wurde, wird dies heute von Autos getan. In der Gegenwart wird die Fläche auf beiden Seiten des Tores als Parkplatz verwendet.</p>
<p>Weiter führt uns der Weg auf dem Hof des <strong>Brukenthal-Lyzeums</strong> und dem <strong>Piata Huet</strong> (dt. Huet-Platz).<br />
Die Lage der Häuser am Rand des Huet-Platzes  
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/02/2008_03_28_Sibiu_048.jpg" title="Piaţa Huet" class="thickbox" rel="singlepic1091" >
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</a>
 zeigt heute noch die Lage des ersten Befestigungsringes an. Wie vorher schon erwähnt war die Stadt stets so gut befestigt, dass diese nie mit militärischer Gewalt eingenommen wurde. Aber wegen des stetigen Bevölkerungswachstums wurden die befestigten Mauern dreimal erweitert bzw umgesetzt und der Ring vergrößert.</p>
<p>Dominiert wird dieser Platz von zwei großen Gebäuden: zum einem von der evangelische Stadtpfarrkirche und zum anderen begrenzt das Brukenthal Lyzeum diesen nach Westen hin. Aus dem Jahre 1380 stammt die erste Erwähnung einer Schule neben der damals noch katholischen Kirche. Das heutige Gebäude stammt aber aus dem Jahre 1786. Aber seit je her wird hier der Unterricht in deutscher Sprache gehalten. Heute kommen nur noch die wenigsten Schüler aus siebenbürgischem bzw. deutschem Elternhause.</p>
<p>Auf dem Hof vor dem Brukenthal Lyzeum befindet sich die Statue von Bischof Georg Daniel Teutsch.<br />
Das von Adolf von Donndorf erschaffene Bronze-Denkmal wurde 1899 errichtet.<br />
Der Lehrer und Pfarrer wurde 1817 im damaligen Schäßburg (rum. Sighişoara) geboren und starb 1893 in Hermannstadt. Stets war Teutsch um Reformen bemüht, anfangs im Schulwesen und später innerhalb der lutherischen Kirche in Siebenbürgen. Innerhalb der Kirche führte er einige Neuerungen ein, die zur Stärkung des Gemeindelebens führten. Wegen des aufkommenden ungarischen Staatsnationalismus versuchte er die deutsche Sprache mehr in der evangelischen Kirche zu integrieren. 1864 wurde Teutsch zum Bischof gewählt. Er unterhielt viele Kontakt besonders ins evangelische Deutschland. Neben der Geschichte der Siebenbürger Sachsen (1852 &#8211; 1858) gibt es viele weiter geschichtlicher Schriften aus der Feder Georg Daniel Teutschs.</p>
<p>Die <strong>evangelische Stadtpfarrkirche</strong>
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/02/2008_03_28_Sibiu_040.jpg" title="evangelische Stadtpfarrkirche" class="thickbox" rel="singlepic1084" >
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</a>
 wurde in der Mitte des XIV. Jahrhunderts (neu) erbaut. Vorher befand sich hier eine romanische Basilika. Die ersten Aufzeichnungen sind von 1371 und enthalten Aussagen über ein Teil der Sakristei und dem Chorraum. Die letzte größere Verändert erfolgte im Jahre 1520. Seitdem wurde die Kirche praktisch nicht mehr verändert.<br />
Der 73,34 m hohe Turm ist der höchste Turm in Siebenbürgen. Von dort oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die Karpaten und das Cindrelgebirge. Besonders schon ist die Fernsicht, wenn in den Wintermonaten auf den Bergkämmen- und Spitzen Schnee liegt.<br />
Jeden Sonntag 10Uhr findet hier der Gottesdienst auf Deutsch statt.</p>
<p>Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich das <strong>Sagtor</strong> und das <strong>evangelische Stadtpfarrhaus</strong>. Das Sagtor, in dessen oberen Teil sich heute eine Herberge für Wandergesellen (rum. Casa Calfelor) befindet, erstreckt sich über 4 Stockwerke. Er gehört zu den ältesten Bauwerken von Hermannstadt, und war Teil des ersten Befestigungsring aus dem 13.Jahrhundert um die Kirche. Durch die Schneiderzunft bewacht, verband das Sagtor die befestigte Oberstadt mit den Wohnhäusern in der unbefestigten Unterstadt.</p>
<ul>
<li><a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-1/">Der Astra Park und die orthodoxe Kathedrale</a></li>
</ul>
<p><strong>Demnächst</strong>: <a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/24/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-3/">Teil 3 &#8211; &#8220;Der Kleine Ring und die Lügenbrücke&#8221;</a>.</p>
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<p><em>(Quellenangaben erfolgen im letzten Teil dieser Kleinen Stadtführung (Teil 6))</em></p>
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		<item>
		<title>Kleine Stadtführung durch Sibiu, Teil 1</title>
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		<comments>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 18:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Sibiu]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt, wo der wechselhafte April schon fast vorüber ist, ist es wohl vier Woche her, als ich die ersten geführten Reisegruppen in Sibiu sah. Dabei entstand auch die Idee, selbst eine Besichtigungstour durch Sibiu zu entwerfen und hier zu veröffentlichen. Für einige Bekannte und Verwandte schlüpfte ich bisher selbst einige Male in die Rolle eines [...]]]></description>
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<p>Jetzt, wo der wechselhafte April schon fast vorüber ist, ist es wohl vier Woche her, als ich die ersten geführten Reisegruppen in Sibiu sah. Dabei entstand auch die Idee, selbst eine Besichtigungstour durch Sibiu zu entwerfen und hier zu veröffentlichen. <span id="more-211"></span>Für einige Bekannte und Verwandte schlüpfte ich bisher selbst einige Male in die Rolle eines Stadtführes.</p>
<p>Die Tour wird über mehrere kleine Etappen durch die Altstadt von Sibiu (dt. Hermannstadt) führen, aber sicherlich nicht länger als so manch andere geführte Tour dauern.</p>
<p>Für den Anfang der Tour habe ich den Eingang der <strong>Strada Bălcescu</strong> gewählt. Hier soll die Tour auch ihre Endstation haben.<br />
Früher befand sich an diese Stelle das Heltauer Tor. Unter der deutschsprachigen Bevölkerung in der Stadt ist die Strada Bălcescu auch als <strong>Heltauer Gasse</strong> bekannt. Benannt ist beides nach dem Dorf Heltau (rum. Cisnadie, heute eine Stadt) in welches der Weg führt.
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/01/2008_03_28_Sibiu_005.jpg" title="Statue von Gheorche Baraţiu im Astra Park
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</a>
<br />
Im 19. Jahrhundert wurden große Teile der umfassenden Befestigungsanlage von Sibiu entfernt. Einerseits waren die Schutzanlagen nicht mehr notwendig bzw. sowieso nicht mehr wirksam und andererseits wurde der so entstandene Platz für Stadterweiterungen gebraucht.</p>
<p>Weiter führt uns der Weg durch den <strong>Parcul Astra</strong> (dt. Astra-Park). 1879 wurde dieser Park vom Hermannstädter Verschönerungsverein angelegt. Angrenzend an dem Park befindet sich die Astra-Bibliothek. Angelegt im 19. Jahrhundert beherbergt diese heute verschiedenste siebenbürgische, walachische und moldauische Bücher und Dokumente. Durch die Strada Mitropoliei (dt.Fleischergasse) wird der Park nach Norden hin begrenzt.</p>
<p>Bis zum 1. Weltkrieg, als Siebenbürgen noch zu Ungarn gehörte, trugen die Straßen im Stadtzentrum deutsche Namen. Mit der Zugehörigkeit zu Rumänien im Jahre 1919 änderte sich dies durch die Vergabe von rumänischen Namen, inklusive der Umänderung des Stadtnamen von Hermannstadt in Sibiu. Trotzdem finden die &#8220;alten&#8221; Name im &#8220;Volksmund&#8221; weiter Verwendung, wie eben Fleischergasse oder Heltauergasse. Für alle Plätze und Straße geb ich zusätzlich auch den deutschen (dt.) Namen an, soweit mir diese bekannt sind.<br />
Mit Sicherheit ging die damalige deutsche Namensgebung der Straßen hier in Sibiu den selben Weg wie anderorts, nach Berufen, Zünften oder zeigend auf einen Nachbarort. Früher war der offizielle Name dieser Straße hier: Fleischergasse. Heute wird dieser Name von verschiedenen deutschsprachigen Institutionen, Einwohnern und Touristen auch weiter hin noch verwendet.</p>
<p>Ein kleines Stück vom Park aus nach rechts der <strong>Strada Mitropoliei</strong> entlang befindet sich die <strong>orthodoxe Kathedrale</strong> (dt. Dreifaltigkeitskirche).<br />
Auf den Mauern einer griechischen Kirche aus dem Jahr 1778 wurde die Kathedrale erst relativ spät in den Jahren 1902-1906 erbaut. Mit Merkmalen einer byzantinischen Basilika, soll diese eine kleinere Kopie der Hagia Sophia aus Konstantinopel sein.</p>
<p>
<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_03_27_Sibiu_Rundgang/01/2008_03_28_Sibiu_023.jpg" title="Altaraum in der orthodoxe Kathedrale" class="thickbox" rel="singlepic1072" >
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 Im Innenraum über dem Eingang, sowie auf der rechten und linken Seite des Kirchenschiffes befinden sich kleine Emporen. Für eine orthodoxe Kirche bzw. Kathedrale ist dies etwas Untypisches bzw. Seltenes. Owohl das Gebäude für die Größe mit relativ wenigen Fenster versehen ist, ist der Innenraum erstaunlich hell. Die Kathedrale ist innen komplette bemalt bzw. mit Schmuckelementen versehen.<br />
Oft finden hier Hochzeiten statt. Es stellt selten ein Problem dar, als Zuschauer/Tourist bei solche einer Zeremonie zu zuschauen und Fotos zu machen.</p>
<p>In dem großem Gebäudekomplex gegenüber der Kathedrale befindet sich die orthodoxe theologische Fakultät und die Mitropolie Siebenbürgens.<br />
In einer der beiden Einfahrten, dem Zugang zur Fakultät sind die Wände und die Decke ebenfalls bemalt.</p>
<p><strong>Demnächst</strong>: <a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/22/kleine-stadtfuhrung-durch-sibiu-teil-2/">Teil 2, &#8211; &#8220;Entlang der Stadtmauer zur evangelischen Stadtpfarrkirche&#8221;</a>.</p>
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	<!-- Slideshow link -->
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		<item>
		<title>Drei Jahre erlebtes Bukarest</title>
		<link>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/04/02/drei-jahre-erlebtes-bukarest/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 19:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Bukarest]]></category>
		<category><![CDATA[Parks]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Entgegen dem, was der Titel vielleicht vermuten lässt, soll dies kein Rückblick über mein Leben und meine Arbeit in Bukarest/Bucuresti werden. Es soll eine Zusammenfassung der über die Jahre hinweg gesammelten Eindrücke und Gedanken über diese sonderbare Stadt darstellen. Die gelegentliche Frage zu meiner Meinung über Bukarest, ist der Grund für die folgenden Zeilen. Bevor [...]]]></description>
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<p>Entgegen dem, was der Titel vielleicht vermuten lässt, soll dies kein Rückblick über mein Leben und meine Arbeit in Bukarest/Bucuresti werden. Es soll eine Zusammenfassung der über die Jahre hinweg gesammelten Eindrücke und Gedanken über diese sonderbare Stadt darstellen.<span id="more-204"></span><br />
Die gelegentliche Frage zu meiner Meinung über Bukarest, ist der Grund für die folgenden Zeilen.</p>
<p>Bevor mich meine Wege nach Bukarest zogen, hatte ich stets nur negative Aussagen über diese Stadt vernommen. So war ich anfangs über die Wahl Bukarest nicht besonders erfreut, da es mich nach Siebenbürgen zog. Ich nahm mir also vor, die Ohren zuzuhalten und mir eine eigene Meinung über diese Stadt zu bilden.<br />
Es gab Zeiten, in denen ich etwas von/über Bukarest frustriert war. Jedoch nur kurzzeitig und meiner Haltung zu Bukarest sollte nie dieser negative Grundton vieler anderer Beschreibungen anhaften. Und auch nach drei Jahren Aufenthalt sollte sich meine Meinung nicht groß ändern.</p>
<p>Zu Beginn wurde ich von meiner damaligen Chefin und einem Kollegen in Brasov/Kronstadt aufgelesen und in Bukarest gleich bis vor die Haustür gefahren. Meine Herberge und Arbeitsstätte für die nächsten drei Jahre lag in einer ruhigen und sauberen Wohngegend. Im Laufe der Jahre sollte mich noch so mancher Rumäne darum beneiden.<br />
Gleich am ersten Abend ging ich zu Fuß auf Erkundungstour durch das Stadtzentrum. Im Laufe der Zeit habe ich so manche größere Distanz in Bukarest zu Fuß zurückgelegt. Anfangs war ich enttäuscht, dass in dieser großen Stadt die öffentlichen Verkehrsmittel nach 23:15 Uhr nicht mehr fahren. So verweigerte ich mich diesem Luxus und benutzte in den ersten vier Monaten nur in Notfällen die U-Bahn/Metro. Später sollten mich meine Wege mit dem Auto genau in jene Viertel führen, welche ich durch Fußmärsche schon kannte.<br />
Zwar kamen mir die ganzen negativen Erzählungen in den Sinn und ich konnte manche auch als &#8220;wahr&#8221; verbuchen, diese Meinungen aber nicht grundsätzlich teilen.</p>
<p>In der Zeit vor meiner Abreise nach Bukarest ging es in den Schilderungen oft um die grauen Häuser, die großen Blocksiedlungen und die engen Straßen. In den folgenden Jahren fügten sich dem die Beschwerden über die gestiegene Anzahl der Autos, dem damit verbundenen Lärm und die schlechte Luft hinzu. Die Menschen seien unfreundlich und leben in einer dreckigen Stadt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Urzellauf &#8211; Tradiţia lolelor din Agnita  am 26/27.Januar in Sibiu und Agnita.</title>
		<link>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/02/12/urzellauf-traditia-lolelor-din-agnita-am-2627januar-in-sibiu-und-agnita/</link>
		<comments>http://rumaenien.projekt-one.de/2008/02/12/urzellauf-traditia-lolelor-din-agnita-am-2627januar-in-sibiu-und-agnita/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 11:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir betreten gegen 11 Uhr die Strada Balcescu/Heltauergasse in Hermannstadt/Sibiu. Der Lärmpegel ist etwas höher als an anderen Samstagnachmittagen. Von weitem ist eine größere Ansammlung von Menschen auszumachen. Vielleicht hundert oder mehr &#8211; zweihundert &#8211; Menschen umringen ovalförmig eine Ansammlung von sonderbaren Gestalten: Weiße Kostüme mit aufgenähten schwarzen Fransen. Mützen aus Fuchs- bzw. Hasenfell und [...]]]></description>
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<p>Wir betreten gegen 11 Uhr die Strada Balcescu/Heltauergasse in Hermannstadt/Sibiu. Der Lärmpegel ist etwas höher als an anderen Samstagnachmittagen. Von weitem ist eine größere Ansammlung von Menschen auszumachen. Vielleicht hundert oder mehr &#8211; zweihundert &#8211; Menschen umringen ovalförmig eine Ansammlung von sonderbaren Gestalten:<span id="more-193"></span></p>
<p>Weiße Kostüme mit aufgenähten schwarzen Fransen. Mützen aus Fuchs- bzw. Hasenfell und  halbdurchsichtige Masken mit einem aufgemalten Gesicht. Dazu Kuhglocken hinten an den Gürteln festgebunden, in der linken Hand eine Rassel und in der anderen eine Peitsche. Einige der Urzeln trugen zusätzlich noch eine Art Grillzange in der Hand. Die darin eingeklemmten Gogosi/Krapfen verteilten sie an die umstehenden Menschen.<br />
Einen großen Kreis bildend zogen etwa 120 Urzeln am 26. Januar 2007 durch die Altstadt von Sibiu sowie am 27. Januar durch die Heimatstadt des Brauches &#8211; Agnita/Agnetheln im Harbachtal.</p>
<p>Jedes Jahr am letzten Wochenende des Januars ist die Zeit der Urzeln gekommen. Durch den Lärm der Peitschen, der Kuhglocken, der Rasseln und das furchterregende Aussehen der Urzeln sollen damit der Winter und die bösen Geister vertrieben werden.</p>
<p>Der Brauch soll in der Zeit der Türkenüberfälle entstanden sein. 1990 fand der letzte Urzellauf in Agnita statt. Die ausgewanderten Sachsen gründeten in Sachsenheim in Deutschland eine neue Urzelnzunft.<br />
Durch den Lehrer Bogdan Pătru erwachte der alte sächsische Brauch der Urzelzunft in der Heimat in den Jahren 2005/2006 zu neuem Leben. Obwohl sicherlich noch einige Siebenbürger Sachsen unter den Urzeln zu finden sind, wird diese Parade heute vorwiegend von Rumänen getragen. Während früher mehr als 450 Urzeln durch die Straßen zogen, sind es heute zum dritten Urzellauf etwa 120-150 kleine und große Urzeln. Zur Unterstützung und der Anerkennung wegen waren einige Urzeln der Urzelzunft aus Deutschland der Einladung gefolgt und nahmen am Umzug teil.</p>
<p>Neben den Urzeln gab es noch weitere Akteure, welche die Zuschauer begeisterten. Drei Trommler aus Comanesti gaben den Takt an,<a class="thickbox" href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_01_27_Urzellauf/2008_01_26_Sibiu_Urzellauf_12.jpg"><img src="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_01_27_Urzellauf/thumbs/thumbs_2008_01_26_Sibiu_Urzellauf_12.jpg" alt="Thumbs 2008 01 26 Sibiu Urzellauf 12 in " align="right" /></a> gefolgt von einer Blasmusikkapelle. Ein Reifenschwinger mit sechs Weingläsern demonstrierte Physik zum Anfassen: die Rotationskraft verhinderte beim Schwingen des Reifens zum Takt der Musik, dass die Gläser keinen Wein verloren. Drei Engelchen gehörten auch dazu. In der Mitte des Zuges trieben zwei Bärentreiber vier Bären vor sich her. Jedesmal, wenn der Tross eine Pause einlegte, mussten die Bären vor den Zuschauern tanzen.<br />
In Sibiu wurden vom Jugendforum drei sächsische Volkstänze vorgeführt. Und in Agnita kämpften Ritter mit Schwertern um die Gunst junger Burgfräuleins.</p>
<p>Nach einer Ansprache von Bogdan Pătru auf dem Großen Ring/Piata Mare konnten sich einige der Zuschauer im Peitschenknallen versuchen.<br />
Nach dem Ende der Parade liefen noch vereinzelt Urzeln in Gruppen lärmend durch die Straßen von Sibiu und Agnita.</p>
<p>Am Sonntag mühten wir uns wegen des Urzellaufes in Agnita früh aus dem Bett.<br />
Der Bus aus Sibiu fuhr schon um 7 Uhr ab. Um die restliche Zeit bis zum Beginn zu überbrücken sind wir 8km vor Agnita in Bârghiş ausgestiegen und den restlichen Weg gelaufen. Ein Grossteil der Strecke führte uns an den Schienen und Brücken der alten Schmalspurbahn &#8211; der Wusch &#8211; entlang.<br />
Die Wusch in Siebenbürgen war die längste Schmalspureisenbahn in Rumänien.</p>
<li>
<ul> <a href="http://www.hermannstaedter.ro/stire.php?id=323&amp;dom=&amp;ed=1339" target="_blank">http://www.hermannstaedter.ro/stire.php?id=323&amp;dom=&amp;ed=1339</a></ul>
<ul> <a href="http://rumaenien.projekt-one.de/2007/02/04/wusch">Wusch</a></ul>
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		<title>Tritt in den Vulkan.</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 10:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Nächster Halt Sibiu]]></category>
		<category><![CDATA[Schlammvulkan]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitte Januar führte mich eine kleine Rundreise nach Media&#351;, Secuieni und Miercurea-Ciuc: Media&#351;: Für den Sonntag habe ich mich mit einem der Pfarrer der evangelischen Kirche in Media&#351; verabredet. Wärend ein Pfarrer in der Stadtkirche den Gottesdienst hält, fahren die anderen vier durch die umliegenden zum Kirchenbezirk gehörenden Gemeinden und kümmern sich dort um die [...]]]></description>
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<p>Mitte Januar führte mich eine kleine Rundreise nach Media&#351;, Secuieni und Miercurea-Ciuc:<br />
<span id="more-192"></span><br />
Media&#351;:<br />
Für den Sonntag habe ich mich mit einem der Pfarrer der evangelischen Kirche in Media&#351; verabredet. Wärend ein Pfarrer in der Stadtkirche den Gottesdienst hält, fahren die anderen vier durch die umliegenden zum Kirchenbezirk gehörenden Gemeinden und kümmern sich dort um die diese. Für so eine Tour als Besucher hatte ich mich gemeldet. Trotz der Abfahrt früh 9 Uhr wurde der Tag lang. Nach drei Gottesdiensten und einigen Hausbesuchen waren wir 18 Uhr wieder zurück in Media&#351;. Die Tour began mit dem Gottesdienst in &#350;eica Mare/Marktschelken. In Buia/Bell dem nächsten Dorf wurde der Gottesdienst in einem wärmeren Raum auf Rumänisch gehalten. In der zwischen Zeit wird der rumänischsprachige Gottesdienst immer mehr in der evanglische Kirche Rumäniens aktzeptiert. Auch im nächsten Ort Meti&#351;/Martinsdorf findet der Gottesdienst im beheizbaren Gemeindehaus statt. Da ich mit Fotoapparat daher komme wird mir natürlich auch die Kirche zur Besichtigung geöffnet. Der Kurator muss dabei einen Einbruchsversuch an der Kirchebtür feststellen. Die Tür hielt stand, wurde jedoch beschädigt. Vor zwei Jahren wurde bei einem Einbruch der alte Altar aus dieser Kirche entwendet. </p>
<p>Ein Spaziergang bei Secuieni/Cristuru Secuiesc:<br />
Schlammvulkane, kleine Maulwurfs große Hügel. Aber auch so große wie eine LKW-Fuhre mit Sand, oder noch größer. In Rumänien gibt es einige davon, die Bekanntesten befinden sich in der Nähe von Buzau.<br />
So aktiv und gefährlich wie ihre großen Brüder aus dem Fernsehen oder dem Geografieunterricht sind diese nicht. Man muss nicht wegen glühenden, flüssigem Gestein und giftigen Gasen davon laufen. Sondern kann sich einen Stuhl nehmen und daneben setzen. Bei einigen macht es ständig &#8220;blub&#8221;, bei anderen nur 1-2 täglich. Blub &#8211; und eine kleine Menge Gasgemisch und Schlamm entweicht, fast möchte man sich diese in einem Aquarium ins Wohnzimmer stellen.</p>
<p>Mit dem Fuß hinein getreten, besser formuliert ist eingebrochen:<a href="http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_01_18_vulkan/2008_01_15_Secuieni_06.jpg" class="thickbox" rel="" title=""><img src='http://rumaenien.projekt-one.de/bilder/rumaenien/2008/2008_01_18_vulkan/thumbs/thumbs_2008_01_15_Secuieni_06.jpg' alt="Thumbs 2008 01 15 Secuieni 06 in " align="right" /></a><br />
Vor mir erhebt ich ein großer Maulwurfshügel &#8211; der Form eher einem breitgetretenem Sandhaufen gleichend. Seitlich, nicht ganz auf der Kuppe wächst eine Art Schilfsgras. Einige Stellen sind nicht mit Schnee bedeckt, man sieht gefrorenen, grauen Schlamm. Auf Knien ertaste und beklopfe ich das Eis und den Schnee. Beides macht einen stabilen Eindruck.<br />
Ich stehe auf und laufe los, es gibt einen  Ruck und ich versinke mit dem linken Bein 30 cm tief in einer schlammige Brühe. Ob es noch tiefer gegangen wäre kann ich nicht sagen, abgestützt durch mein rechtes Bein und den Händen, findet das ganze ein Ende. Passiert ist weiter nichts, Hose, Socken und der Schuh müssen nur in die Reinigung.</p>
<p>Aufmerksam wurden wir auf den Schlammvulkan bei Filia&#351;i durch ein Schild in rumänische und ungarischer Sprache.<br />
Bei Ha&#351;ag und &#350;aes befinden sich ebenfalls kleine noch aktive Schlammvulkane. Leider gibt es dort keine Hinweisschilder. So muss man dort die ganze Wiese bzw. dem Flusslauf &#8220;abtrampeln&#8221;, wie schon im vergangenem Mai. Damals war es sehr trocken und gefunden haben wir keine kleinen Blub-blubs.</p>
<p>Die Stadt im Nebel &#8211; Miercurea-Ciuc:<br />
Von Odorheiu-Secuiesc nach Miercurea-Ciuc trampe ich. Wohl etwas mehr als eine halbe Stunde stehe ich am Straßenrand mit dem Schild, bevor es weiter geht. Die Strecke ist schneller zurück gelegt als ich vorher annahm. Etwa 5 km vor Miercure-Ciuc während der Fahrt ins Tal hinab, führt uns der Weg durch Nebelfelder. Später erfahre ich, das dieser Nebel das ganze Tal bedeckt. Die Gegend zwischen Miercure-Ciuc und Gheorgeni gehört zu den kältesteten in Rumänien. So könnte man den Nebel auch als eine Art Deckel für eine Kühltruhe bezeichnen. Teilweise ist die Sicht in der Stadt auf 50m begrenzt.<br />
Mein Besuch gilt einer deutschen Freiwilligen bei der Caritas. Der Spaziergang am nächsten Tag führt uns auf einem der umliegenden Berge. Wir wandern durch die Nebelschicht etwa 100m nach oben, sehen die umliegenden Berge aber nicht die Stadt darunter. Der Temperaturunterschied zeigt sich durch die notwendige Benutzung von Mütze und Handschuhe im Tal, nahe der Stadt. Der Ausflug sollte uns zu einigen alten &#8220;Bauwerken&#8221; führen, Schloss, und Burgruine. Gefunden haben wir keines von beiden.</p>
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