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Brauch : Nächster Halt Sibiu : Wed 28 Jan 2009 : ,

Bilder vom Urzelnlauf / Parade Lolelor am 25.Januar 2009 in Agnetheln/Agnita

Etwa 500 Besucher waren am vergangenem Sonntag der Einladung nach Agnita/Agnetheln zum traditionellen Urzelnlauf gefolgt.
Zu Begin der Parade in der Nähe des Lyzeums waren es nur wenige Zuschauer. Jedoch um so weiter sich die Parade dem Rathaus näherte, umso mehr Menschen strömten herbei. Und wer zu spät kam konnte nur noch Blicke zwischen den Kopfen erhaschen. Glück hatte natürlich jene Anwohner von nebenan, welche bequem aus den Fenstern schauen konnten.
Wärend der ganzen Parade hielt der Aufzug immer wieder an, so das die verschiedenen Vertretter der Zünfte ihr Können zur schau stellen konnten. Immer wieder schwangen die Urzeln ihre Peitschen um durch die Peitschenknallen die “bösen Geister zuvertreiben”. Sie rasselten mit ihren Kuhglocken und verteilten Gogosi / Krapfen an die Zuschauer.
Als der gesamte Tross vor dem Rathaus hielt, wurde als erste Aktion die Zunftlade nach altem Brauch übergeben und zum Rathaus getragen.
Vor dem Rathaus hielt der Initiator Bogdan Patra und noch drei weitere Personen eine kurze Rede. Und zwei kleine Nachwuchsurzeln trugen je ein kurzes Gedicht vor. Zwischendurch erklang aus vielen Mündern das Siebenbürgen Lied.
Nach der Vorstellung der verschiedenen Zünfte, der Kürschnerzunft mit den vier Füchsen welche einen Marder im Maul tragen auf der Kürschnerkrone und dem Bär mit seinem Treiber, der Schneiderzunft mit dem Schneiderrösslein mit dem Mummerl und die Fassbinderzunft mit den Reifenschwingern traten jeweilige in die Mitte um sich zu zeigen und ihr Können vor zuführen.

Nach etwa einer halben Stunde Darbietung vor dem Rathaus zogen alle Teilnehmer und mit ihnen die meisten Zuschauer noch ein Stück in Richtung Sibiu hinunter. Später teilten sich die Urzeln in kleinen Gruppen zu 15-25 Personen auf und zogen so weiter rasselnd und Peitschenknallend durch die Straßen von Agnita.

Wer Agnita etwas später von den umliegenden Berge beobachtet konnte aus der ganzen Stadt verteil die Peitschen und Kuhglocken hören. Sogar auf dem Friedhof hatte sich ein einzelner Urzel eingefunden das fleißig seine Peitsche schwang.




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