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Nächster Halt Sibiu : Thu 6 Mar 2008 : ,

Frühling in Rumänien

Die Temperaturen verkünden es unaufhörlich: der Frühling zieht ein. Manchmal gibt es jedoch noch einen kleinen Kälteeinbruch mit etwas Schnee.
Noch fehlt das Grün auf den Feldern. Daher werden oft die braunen Wiese abgebrannt. Schon von weitem sieht man schon die Rauchschwaden. Durch das abbrennen der Wiesen kann das Gras besser sprießen.
Auf den dürftigen Wiesen ziehen die Schafherden wie gewohnt ihre Runden. Im Januar und Februar war die Zeit der Geburt der kleinen Lämmchen. Noch im weißen Gewandt springen nun diese Lämmer zwischen den Muttertieren herum.

Besuch der Kirchenburg in Buzd/Bußd. Eine, in einem Thumbs Pict6119 in Frühling in RumänienTunnel versteckte Treppe führt zu der am Hang erbauten Kirche.
Durch ihr Kind wird die Frau, welche im zur Kirche gehörendem Wirtschaftsgebäude wohnt auf uns aufmerksam. Ohne groß zu fragen öffnet sie für uns die Tür und läßt uns ein.
Fast könnte man meinen, von einem auf den anderen Tag hätte keine Gottesdienst mehr stattgefunden. Sämtliche Bücher und die Jesusfigur vom Altar fehlen. Wie in vielen anderen Orten, wurden auch hier bis vor einigen Jahren Gottesdienste gefeiert. So lange bis auch das letzte Gemeindemitglied gestorben oder weggezogen ist.
Vor dem Chor im Kirchenschiff ist ein Loch im Boden welches nur notdürftige bedeckt ist.
Einer meiner Mitwanderer setzt sich an die Orgel. Wir anderen betätigen abwechseln den Blasebalk. Einige Dauerpfeiffen stören das Spiel.
Der Turm befindet sich im Ostteil der Kirche, über dem Altaraum. Eine Tür gibt es nicht (mehr). Wie lange werden die Glocken nicht mehr geläutet haben? Durch unsere Hilfe erklingen 4 Glockenschläge.

Am Dorfausgang Richtung von Buzd sehen wir ein altes Gutshaus. Wahrscheinlich befand sich dieses Dorf vor vielen hundert Jahren auf Adelsboden und die sächsischen Bewohner mußten sich dem lokalen Adligen unterwerfen. Im Gegensatz zu den Sachsen auf Königsboden hatten sie nur wenige Rechte und waren so den Launen der Adligen unterworfen

Vor ein – zwei Jahren kennzeichnete die Junge Gemeinde der evangelischen Kirche aus Mediaş Wanderwege in der Mediaşer Gegend. Alte Wege zwischen den den alten sächsischen Orten wurden so auch für Ortsfremde neu erschlossen. An Bäumen, Gebäuden oder Strommasten wurden Symbole wie Pfeile, Kirchen oder die Namen der Orte mit unterschiedlichen Farben angebracht.

Von Buzd nach Aţel/Hetzeldorf folgten wir so einen gekennzeichneten Weg.



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One Response to “Frühling in Rumänien”




  1. Hendrik Says:

    Eine Wanderkarte mit den markierten Wegen soll noch herausgegeben werden. Ich hoffe sehr, dass dies bald geschieht. Das sogenannte Bussder Plateau auf dem letzten Bild eignet sich als große Wiese im Sommer übrigens gut zum Zelten.

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