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Schlammvulkan : Fotos, Nächster Halt Sibiu : Thu 7 Feb 2008 :

Tritt in den Vulkan.

Mitte Januar führte mich eine kleine Rundreise nach Mediaş, Secuieni und Miercurea-Ciuc:

Mediaş:
Für den Sonntag habe ich mich mit einem der Pfarrer der evangelischen Kirche in Mediaş verabredet. Wärend ein Pfarrer in der Stadtkirche den Gottesdienst hält, fahren die anderen vier durch die umliegenden zum Kirchenbezirk gehörenden Gemeinden und kümmern sich dort um die diese. Für so eine Tour als Besucher hatte ich mich gemeldet. Trotz der Abfahrt früh 9 Uhr wurde der Tag lang. Nach drei Gottesdiensten und einigen Hausbesuchen waren wir 18 Uhr wieder zurück in Mediaş. Die Tour began mit dem Gottesdienst in Şeica Mare/Marktschelken. In Buia/Bell dem nächsten Dorf wurde der Gottesdienst in einem wärmeren Raum auf Rumänisch gehalten. In der zwischen Zeit wird der rumänischsprachige Gottesdienst immer mehr in der evanglische Kirche Rumäniens aktzeptiert. Auch im nächsten Ort Metiş/Martinsdorf findet der Gottesdienst im beheizbaren Gemeindehaus statt. Da ich mit Fotoapparat daher komme wird mir natürlich auch die Kirche zur Besichtigung geöffnet. Der Kurator muss dabei einen Einbruchsversuch an der Kirchebtür feststellen. Die Tür hielt stand, wurde jedoch beschädigt. Vor zwei Jahren wurde bei einem Einbruch der alte Altar aus dieser Kirche entwendet.

Ein Spaziergang bei Secuieni/Cristuru Secuiesc:
Schlammvulkane, kleine Maulwurfs große Hügel. Aber auch so große wie eine LKW-Fuhre mit Sand, oder noch größer. In Rumänien gibt es einige davon, die Bekanntesten befinden sich in der Nähe von Buzau.
So aktiv und gefährlich wie ihre großen Brüder aus dem Fernsehen oder dem Geografieunterricht sind diese nicht. Man muss nicht wegen glühenden, flüssigem Gestein und giftigen Gasen davon laufen. Sondern kann sich einen Stuhl nehmen und daneben setzen. Bei einigen macht es ständig “blub”, bei anderen nur 1-2 täglich. Blub – und eine kleine Menge Gasgemisch und Schlamm entweicht, fast möchte man sich diese in einem Aquarium ins Wohnzimmer stellen.

Mit dem Fuß hinein getreten, besser formuliert ist eingebrochen:Thumbs 2008 01 15 Secuieni 06 in Tritt in den Vulkan.
Vor mir erhebt ich ein großer Maulwurfshügel – der Form eher einem breitgetretenem Sandhaufen gleichend. Seitlich, nicht ganz auf der Kuppe wächst eine Art Schilfsgras. Einige Stellen sind nicht mit Schnee bedeckt, man sieht gefrorenen, grauen Schlamm. Auf Knien ertaste und beklopfe ich das Eis und den Schnee. Beides macht einen stabilen Eindruck.
Ich stehe auf und laufe los, es gibt einen Ruck und ich versinke mit dem linken Bein 30 cm tief in einer schlammige Brühe. Ob es noch tiefer gegangen wäre kann ich nicht sagen, abgestützt durch mein rechtes Bein und den Händen, findet das ganze ein Ende. Passiert ist weiter nichts, Hose, Socken und der Schuh müssen nur in die Reinigung.

Aufmerksam wurden wir auf den Schlammvulkan bei Filiaşi durch ein Schild in rumänische und ungarischer Sprache.
Bei Haşag und Şaes befinden sich ebenfalls kleine noch aktive Schlammvulkane. Leider gibt es dort keine Hinweisschilder. So muss man dort die ganze Wiese bzw. dem Flusslauf “abtrampeln”, wie schon im vergangenem Mai. Damals war es sehr trocken und gefunden haben wir keine kleinen Blub-blubs.

Die Stadt im Nebel – Miercurea-Ciuc:
Von Odorheiu-Secuiesc nach Miercurea-Ciuc trampe ich. Wohl etwas mehr als eine halbe Stunde stehe ich am Straßenrand mit dem Schild, bevor es weiter geht. Die Strecke ist schneller zurück gelegt als ich vorher annahm. Etwa 5 km vor Miercure-Ciuc während der Fahrt ins Tal hinab, führt uns der Weg durch Nebelfelder. Später erfahre ich, das dieser Nebel das ganze Tal bedeckt. Die Gegend zwischen Miercure-Ciuc und Gheorgeni gehört zu den kältesteten in Rumänien. So könnte man den Nebel auch als eine Art Deckel für eine Kühltruhe bezeichnen. Teilweise ist die Sicht in der Stadt auf 50m begrenzt.
Mein Besuch gilt einer deutschen Freiwilligen bei der Caritas. Der Spaziergang am nächsten Tag führt uns auf einem der umliegenden Berge. Wir wandern durch die Nebelschicht etwa 100m nach oben, sehen die umliegenden Berge aber nicht die Stadt darunter. Der Temperaturunterschied zeigt sich durch die notwendige Benutzung von Mütze und Handschuhe im Tal, nahe der Stadt. Der Ausflug sollte uns zu einigen alten “Bauwerken” führen, Schloss, und Burgruine. Gefunden haben wir keines von beiden.



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2 Responses to “Tritt in den Vulkan.”




  1. Webnews.de Says:

    Tritt in den Vulkan….

    Mitte Januar führte mich eine kleine Rundreise nach Mediaş, Secuieni und Miercurea-Ciuc:…

  2. nächster Halt Sibiu Says:

    Wanderung von Şeica Mara nach Buia, Şalcau und Vurpăr am 30.Januar 2008…

    Notizen:
    Zu dritt fuhren wir 7:30Uhr mit dem Zug von Sibiu/Hermannstadt nach Şeica Mare/Großschelken. Es folgte ein 17 km langer Fußmarsch über die Dörfer Boarta, Buia/Bell nach Şalcau. Dann über Wiesen und durch verschneite Wälder na…

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