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2 Freiwilligen über die Schulter geschaut : Nächster Halt Sibiu : Mon 12 Nov 2007 : , ,

Im Tageszentrum des Kinderbauernhofes Rusciori

Noch während des Öffnens des großen Gartentores empfangen mich Kinderstimmen. Obwohl unter Anleitung einer jungen Lehrerin singen noch nicht alle dieselben Noten. Aber Besserung ist in Sicht. Denn die dunkle Jahreszeit bricht an und da werden die Kinder ihre Zeit öfters im Haus und somit auch beim Singen verbringen.
Mein Besuch heute gilt Anne und Tobias und deren Arbeit. Beide arbeiten als Freiwillige bei der Stiftung für Ökosoziale Erziehung Kinderbauernhof in Rusciori (dt.:Reußdörfchen, ung.:Oroszcsür). Wobei der momentane Schwerpunkt ihrer Arbeit im Tageszentrum (“Centrul Rural de Zi Rusciori”) liegt. Tobias hat sich gegen den Dienst bei der Bundeswehr entschieden. Statt dessen leistet er 12 Monate in Rusciori/Reußdörfchen seinen “Anderen Dienst im Ausland” ab. Anne ist im Rahmen eines FSJ hier in Rumänien. Ihr Dienst hingegen dauert 18 Monate, von denen sie schon 7 in Bukarest geleistet hatte, ehe sie Anfang Oktober nach Rusciori wechselte.

12 Uhr ist die Schule aus. In Rusciori befindet sich nur eine Scoala Generala/Grundschule mit den Klassen 1 bis 4. Die höheren Klassen werden im Nachbardorf Sura Mica/Klein Scheuern unterrichtet. Die Anzahl der Grundschüler in Rusciori ist, typisch für so ein kleines Dorf, recht übersichtlich.
 in Im Tageszentrum des Kinderbauernhofes RuscioriAuf dem Kinderbauernhof gibt es schon seit dem Jahr 2000 ein Tageszentrum. Aber erst durch eine gewonnene Ausschreibung wird das Tageszentrum seit diesem Sommer durch das EU-Programm Phare finanziert. Da im ehemaligen Pfarrhaus nicht genügend Platz zur Verfügung steht, wurden zusätzlich noch 3 Räume in der Schule für den Nachmittagsbetrieb angemietet. Ausgelegt für 35 Kinder gibt es Montag bis Samstag Mittagessen und nachmittags eine Leckerei zur Jausezeit. Gedacht ist das Zentrum für Schüler der 1. und 2. Klasse. Jedoch werden auch einzelne sozial sehr schwache Kinder aus der 3. und 4. Klasse aufgenommen. Dem Zusammenleben fördernd ist das Projekt für beide Bevölkerungsgruppen im Dorf, den Roma und den rumänischen Kindern, bestimmt. Neben der Psychologin Cristina kümmern sind noch die 2 Erziehungsreferentinnen Alina (Sozialpädagogin) und Lili um die Schulkinder.

Zur Abwechslung und zur Auflockerung der Gliedmaßen geht es für die Kinder nach dem Schulschluss 12 Uhr in den Garten hinter dem Kinderbauernhof. Während Anne und Tobias sich mit den Kindern beschäftigen, tauschen sich Alina und Lili mit den Lehrerinnen der Schule über das heutige Schulgeschehen aus. Der Regen bringt jedoch heute etwas Durcheinander in das Programm. Und weil so keine Spiele im Garten möglich sind, werde ich heute mit Gesang empfangen.



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