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In einer Hütte zu Gast : Neues aus Bukarest : Sat 3 Feb 2007 : , ,

Cabana Craciuneasa

La Mulţiani / schönes Neues!,

ich glaube es war Anfang November als man hier in Bukarest begann die Weihnachtsbeleuchtung aufzuhängen. Wer jetzt meint für so eine GroßStadt braucht man natürlich etwas länger dem sei gesagt das fast sämtliche Weihnachtsbeleuchtung auf der Nord-Südpassage von vielleicht 6-7km Länge verhangen wurde. Und aber in so ner Häufung als wollte man die Nacht zum Tage erklären. Wer jetzt ans Strom sparen denkt -Irrtum die Straßenlagen brannten trotzdem. Zudem scheint man hier jedes Jahr die Farbe zu ändern. So hatte man für den 1km im Stadtzentrum/dem Präsentierteller die Farbe Blau gewählt. Eigentlich recht passend zum bevorstehenden Ereignis -die Aufnahme Rumäniens(Bulgarien nicht vergessen) in die EU.
Manche Häuser oder einzelne Fenster waren ebenfalls beleuchtet, und meist mit diesen blinkenden und damit nervigen Lichterketten.
Kurz gesagt so ganz konnte ich mich an der Festbeleuchtung hier nicht erfreuen. Aber ich bin ja hier nur Gast/Tourist. Aber dafür war ich ja Weihnachten in Deutschland. Aber kurz vor meiner Abfahrt konnte ich hier in Bukarest doch noch etwas Weihnachtsbeleuchtung für mein Auge erhaschen: 7 Tage vor Weihnachten fing man auf den größeren Straßen welche einen Ring in Bukarest bilden an, Weihnachtsbeleuchtung in dezenten Tönen aufzustellen. Ein Rätsel warum man das nicht schon früher getan hat.
Wann man die Weihnachtsbeleuchtung im Januar abschalten hat kann ich nicht sagen. Aber letzte Woche wurden die letzten Lichterketten von den Bäumen genommen. Eigentlich war es nur eine Umdekorierung: von der Weihnachtsbeleuchtung zur WindowsBeleuchtung. Damit der weltweite Verkaufsstart des neuen Vista-Microsoft-Betriebssystems auch hier wahrgenommen wird wurde ganz schnell Leuchtreklame über den Straßen auf gehangen. Auf einigen Bildschirmen konnte man Werbespots sehen.

Thumbs 2006 12 01 1 Dezember 099 in Cabana Craciuneasa

Thumbs Windows Vista PICT0718 in Cabana Craciuneasa

Wenn ich an Weihnachtsbäume denken muss, habe ich auch ein Bild aus einen Kinderbuch im Kopf. In diesem Buch war der Baum sehr lichte gezeichnet, also bestehend nur aus Strichen. Irgendwann in der Vorweihnachtszeit lief ich an einen älteren Mann vorbei, der genauso einen Baum in den Händen hielt und dazu werbend sprach: “billig und schön”. Um die Rente auf zu bessern, wird jedes noch so ärmliche Bäumchen abgeholzt.
In Deutschland so wie ich es kenne ist für den Weihnachtsbaum spätestens nach dem 6.Januar Schluss. Im rumänischen ist der Rausschmiss der Bäume größten teils auch in der ersten Hälfte erledigt. Aber dieses Jahr(vielleicht auch jedes) Jahr war zum 22. ein besonderer Heiliger dran und es gab noch mal ein kleines Wett/Weg-werfen der Bäume.

Thumbs Weihnachtsbaum in Cabana Craciuneasa

Letztes Wochenende war ich mal wieder an der frischen Luft in/bei der Kulturhauptstadt Europas -Sibiu. Zu 6. fuhren wir mit dem Bus in das 20km entfernte Gura Râului. Nach dem Ausstieg und dem anschließendem Frühstück wollte bei den meisten wegen der etwas unerwarteten Kälte noch net so die gute Laune aufkommen. Aber einmal in Bewegung gesetzt wars net mehr so schlimm. Aber kaum 50m des Weges geschritten hörten wir ein quieken und schreien. “Was könnte das wohl sein? Hört sich nach einem Schwein an bei dem eben zugestochen wurde. Möchte mal wissen wo das her kommt, äh -glaube aus diesem Hof. Hey Sarah wo willst du den hin? Ich schau mir das mal an!” Und schon ist die Tür zum Hof auf. Im hinteren Teil des Hofes liegt es größeres Schwein etwas seitlich auf dem Rücken welches aus dem Hals blutet. Dahinter knien 3 Männer welche das Vieh festhalten. Uns erblickend erhellen sich ihre Gesichter und sie zerren das Schwein noch etwas besser ins Sichtfeld der Kameras und stechen zur Schau noch mal zu. Multu mesc, o ziua buna. Und weiter gehts.
Von Gura Raului bis zur Cabana(Hütte) Craciuneasa in welcher Betten auf uns warten sind es ca. 17km. Auf dem Weg dort hin sehen wir anfangs keinen Schnee, nur von den Bergkuppen schimmert es weiß zu uns. Etwa zur Halbzeit tauchen erst Schneekrümmel in der Luft sowie am Boden auf. Schnell werden es zusammenhängende Schneelandschaften. Auf dem Weg werden wir von dahin rasenden sowie kriechenden Holztransportern überholt. Auch ein Pferdefuhrwerk beladen mit Holz kommt uns entgegen.
Was uns auf dem Weg überrascht: es liegt fast keine Müll am Wegesrand. Genauso wie das Wasser sauber ist. Flüsse welche aus dem Gebirge kommen sind so gut wie immer sauber. Aber wir laufen an einem der Quellflüsse des Cibin entlang. Der Cibin fließt durch Sibiu/Hermannstadt und dort ist von sauberen Wasser nicht mehr viel zu sehen.
Zur Schneedecke gesellte sich auch Eis auf dem Weg, und es laufen Wetten wer als ersten dar nieder liegen wird. Keiner hatte auf mich gesetzt.
Etwa 30min vor dem Ziel machte uns ein Schild auf einen Riesenbaum drauf aufmerksam. Ob das mit den geschriebenen 500 Jahren stimmt kann ich nicht sagen, aber recht groß war der Baum schon. Der Durchmesser des Stammes betrug etwa 3-4m. Vielleicht auch mehr, habe aber leider keine Foto gemacht.
Später in der Cabana wurden wir mit einem warmen Gläschen Ţuica empfangen.
Während die einen unser Abendbrot bereitet, erkunden die anderen die nähere Umgebung oder mit einer Plastiktüte als Schlitten den Hang und auch das Bächlein am Ende des Hanges.
Ein Blick auf die Landkarte gibt uns 3 Möglichkeiten zur Erreichung des morgigen Zieles Paltinis. Wir entschließen uns für den Quer-Feld ein Weg durch den Wald. Die Wirtsfrau sprach zwar davon das dieser Weg jetzt im Winter unpassierbar sein, aber wir fand beim erkunden auf den ersten 100m frische Markierungen.
Am Abend spielt der Gehilfe des Wirtes Silvester noch mal nach. Mit den Knallern will der die Hirtenhunde von weiter oben vertreiben.
Am Sonntag etwa gegen 9:30Uhr machen wir uns auf dem Weg. Verabschieden uns noch kurz von den Gastgebern und laufen auch schon Richtung Wald. Der Gehilfe sieht dies und eilt auch schon zu einem Arbeitgeber. Da wir noch kurz warten musste hatte es der schnell herbei eilende Hüttenwirt nicht weit. Dieser fuchtelte mit den Händen&Armen in der Luft herum und erzählt was alles passieren könnte, das er nicht erfahren würde ob wir überhaupt ankommen würde und er sich dann Vorwürfen machen müsste. Oder das der Wald so strupig sein wird das wir unsere Kleidung zerreißen.
Auf dessen drängen hin entschieden wir uns für Plan B: also den gestern gelaufenen Weg etwa zur Hälfte zurück und dann nach der Brücke abbiegen.
Auf dem Weg bis zum Abzweig fiel uns eine Höhleneingang am Wegrand auf. Der war uns allen 6 am Vortag alle nicht aufgefallen. Zur unserer Enttäuschung endete dieser künstliche Tunnel nach 6-7m.
Nach etwa 2km strammen Marsches dem Berg hinauf nahm auch unsere Wanderung ein Ende. In Paltiniş (auch als die hohe Rinne bezeichnet) trennte sich unsere Wege.



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2 Responses to “Cabana Craciuneasa”




  1. maria Says:

    schoener bericht, da will ich doch auch gleich wieder nach rumaenien :) bin gerade auf einem rumaenientrip und habe ein bisschen sehnsucht, aber es wird ja bald sommer und vielleicht laesst sich da ja ein besuch einrichten.
    lass es dir gut gehen

  2. Asar Says:

    Hey das ist schön jemenden zu finden der rumänien auch magt ich war auch in den weinachts zeiten da aber in Iasi es ist so schön da es gefällt mir total ich hoffe auch wieder hin zu fahren .

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