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Rosia Montana : Fotos, Neues aus Bukarest : Wed 27 Sep 2006 : , , , ,

Mit 104 km/h durch die Ortschaft

Hallo,

was war überhaupt die letzten 4-5 Wochen los?
Naja -die Gerüchte das Rumänien&Bulgarien 2007 in die EU aufgenommen werden sollen, haben sich bestätigt. Diese Meldung sollte wohl in der Zwischenzeit fast jeden erreicht haben. Wie zu erwarten wird nun in den Zeitung und auf den Straßen viel darüber diskutiert ob’s nun gut oder weniger gut für die EU ist. Von mir aus hätte man damit ruhig noch einige Jährchen warten können.
In den letzten 4-5 Wochen war ich an den Wochenende recht selten in Bukarest. So waren waren es wohl nur 2 Wochenenden seit Mitte Juli zu welche ich in Bukarest verweilte.
In der letzten Mail vom August erzählte etwas über die Goldmine in Rosia Montana. Ne Woche später bin ich dann auch mal hin gefahren. Anlass war das FanFest (dt. Heufest). Ein Festaval mit Protestnote zum Abbruch der Planungen für die Goldminie. VOm frühen den Abendstunden bis in den späten Morgen gaben Bands auf der Bühne ihr bestes. Thumbs IMG 0576 in Mit 104 km/h durch die OrtschaftDie Möglichkeit der Teilnahme an gewisse Freizeitmöglichkeiten war auch gegeben wie: Vollyball, Fußball, Klettern oder FanJumping. Für das Klettern und FanJumpingwurde extra ein Turm aufgestellt, zu welchen man gesichert an Seilen hinauf klettern konnte, parallel aber einen Sprung 6m tief in einen Heuhaufen wagen konnte =FanJumping.

Manche zog es zum Baden, oder auch zur nahe gelegenen Kupfermine. Welche einen mir ihren 400m Durchmesser eine kleine Vorstellung gab, welche Ausmaße die geplante Goldmine haben soll. Jene soll irgend wann einen Durchmesser von 8km besitzen.
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Kupfermine -400m Durchmesser
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Rosian Montana bei: Multimap, GoogleEarth, </p> <p>Kaum vom Fanfest zurück, ging es 4 Tage später schon wieder in die Welt hinaus. Das Ziel war Gheorgheni/Niklasmarkt/Gyergyoszentmiklos, im ungarischem Sprachgebiet. Dort kann man sich zwar mit den Leuten auf Rumänisch unterhalten, von vielen wird aber Ungarisch bevorzugt. Und man wird schon mal komisch angeschaut wenn man mit ihnen auf Rumänisch kommunizieren will. In Gheogheni (mit Ausflügen nach Lacul Rosu, Miercurea Cuic und Brasov) war ich als Helfer für eine Gruppe von Touristen da. Es waren keine gewöhnlichen Touristen, sondern eine Reisegruppe aus Deutschland bestehend aus Personen mit unterschiedlichen Behinderungen. Diese waren mit einem speziellen Bus angereist, welchen einen Fahrstuhl für Rollis hatte. Leider spielte die Technik nicht die ganze Zeit mit, so musste wir den Lift per Hand(manuelle Öl/Luft-Pumpe) in die Lüfte bewegen. Untergebracht waren wir dort in einem Altenheim von der Caritas.

Kloster Muresului bei Gheorgeni

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Kloster Muresului bei Gheorgeni

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In Gheorgeni

Gheorgeni bei: Multimap, GoogleEarth,

Vor etwa 2 Wochen hatte ich auf ein Blatt Papier die 2 Buchstaben “SB” geschrieben und stand damit an der Straße im Westen des Landes nahe Arad. Es war noch recht früh am morgen so gegen 8Uhr, als nach langem warten ein dunkler VW Passat an mir vorbei schoss. Jene 2 Buchstaben waren wohl bei 90km/h noch lesbar und so blieb das Auto 70m weiter stehen und ich konnte bis Sibiu mit fahren. Ich war aber recht müde und schloss daher gelegentlich die Augen. Irgendwann als ich die Augen wieder öffnete war das Auto am abbremsen, hielt auf einem Parkplatz und neben uns erschien ein Polizist. Radarkontrolle. Jenes verhasste Meßgerät zeigte 104km/h in der Ortschaft an. Etwas mehr als das doppelte was in der Ortschaft erlaubt ist. Zeitlich kurz daruf wurden 2 weitere Fahrzeuge angehalten. Welche aber wohl etwas langsamer unterwegs waren, und in Ruhe ihren Bußgeldbescheid entgegen nahmen. Im VW Passat wurde es recht schnell hektisch als klar wurde das dies den Führscheinentzug für den Papa bedeuten kann. Der Sohn 16-17Jahr saß auf dem Beifahrersitz. Zwischen dem Passat und Polizeiauto ging es einige male wegen Dokumente hin und her. Zwischendurch konnte ich den Vater durch die Seitenscheibe beobachten wie er verdeckt 100€ aus der Geldbörse in die Hosetasche steckte. Beim nächsten Gang zum Polizeiauto konnte ich sehen wie er sich in das Auto durch das offenen Fenster hineinbeugte. 10 Sekunden später kam er wieder zurück mit seinem kompletten Satz an Papieren und die Fahrt ging weiter. Die nächsten 20km meckerten Sohn&Papa fleisig darüber das es keine Autobahn gäbe um zügig vorwärts zu kommen und das in 7 Tagen der Spanienurlaub anstände, wo Papa den Führerschein benötige. Gebracht hat die Aktion trotzdem was(wahrscheinlich nur temporär): er fuhr in den Ortschaften jetzt langsamer.
So schnell verging die Müdigkeit aber nicht, also schloss ich zwischendurch wieder die Augen. Irgendwann 25km vor Sibiu wurde ich wieder aus dem Schlaf geholt. Wieder Polizei. Diesesmal war es eine durch gezogene Linie welche überfahren wurde. Irgendwie war aber noch ein 2 Auto darin verwickelt. So das 2 “Opfer” mit dem Polizisten diskutieren. Wie die Sache gelöst wurde kan ich nicht sagen, wollte auch nicht so provokativ fragen. Gesprochen wurde aber kurz über 40Ron(12Euro), ob nun als Taschengeld, offizell oder nur Androhung.
Vater und Sohn waren kurz übers Wochenende in Deutschland zum Reifenkauf. Nach Angaben des Sohnes würden “die Reifen” hier etwa 75Euro pro Stück mehr kosten und nicht die selbe Qualität besitzen.

Sommerzeit ist auch die Zeit der Sommersachsen. Damit werden scherzhafterweise jene Sachsen gemeint welche vor/nach der Revolution Rumänien verlassen haben und im Sommer für den Urlaub in die Heimat zurück kehren. In manchen Orte finden dann richtig organisierte Ortstreffen der ehemalige Bewohner statt. So kann sich schon mal die Anzahl der Pkw’s kurzfristig verdoppeln.
Anfang August war ich kurz in Noul Sesesc bei Schäßburg. Dort fand ich eine Hochzeitsgesellschaft welche für die Hochzeit des Paares fast komplett(inclusive des Paares) aus Deutschland angereist war vor. So viele Menschen wie in diesem Dorf(fast an jeder 2-3. Haustür) habe ich noch nie Sächsisch sprechen hören. Mit Sächsisch meine ich jetzt nicht die Sprache welche im Bundesland Sachsen in Deutschland gesprochen wird, sondern jenen Dialekt in Siebenbürgen.
Aber nicht nur Sachsen aus Siebenbürgen sind mir übern Weg gelaufen, auch Sachsen aus dem Bundesland rannten zu Haufe durch Rumänien. Dresden war recht gut vertreten. Zwischen Herbst und Frühling sieht man fast keine einziges sächsisches Nummerschild, um so mehr im Sommer.

Die letzten 10 Tage hatte ich mir zwar täglich vorgenommen, mal wieder was zu schreiben statt dessen war ich mit programmieren beschäftigt. Hatte mir Anfang September etwas in den Kopf gesetzt, was mich derzeit nicht in Ruhe lässt. In 1-2 Wochen kann ich dann mehr erzählen.

mfg
markus



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One Response to “Mit 104 km/h durch die Ortschaft”




  1. Webnews.de Says:

    Mit 104 km/h durch die Ortschaft…

    Hallo,

    was war überhaupt die letzten 4-5 Wochen los?
    Naja -die Gerüchte das Rumänien&Bulgarie…

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