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Müll : Fotos, Neues aus Bukarest : Tue 15 Aug 2006 : , , ,

Sehenswert?

Sehenswert ist hier sehr sehr vieles in Rumänien. Nur nicht immer zur passenden Zeit. Wer hier in Ruhe die Berge und Wälder genießen möchte, sollte lieber in der Woche los ziehen. Oder am Wochenende auf schlechtes Wetter hoffen, damit die Massen von rumänischen Tages/Wochenendetouristen daheim bleiben, was natürlich für einen selbst ebenfalls zum Nachteil werden kann.
Sobald das Wochenende kommt bewegen sich Kolonnen von Autos aus Nah und Fern in die Berge und Wälder.
Dort kann man sie an Haltebuchten oder Waldwegen sehen, die Touristen. Maximal 5m vom Auto entfernt sitzt dann die Familie oder der Freundeskreis auf einer Decke und verdrückt dann die mit gebrachten Speisen. Und der Vater bemüht sich 1m weiter mit dem Grill oder Feuer ab um die Mici und anderer Fleischwaren warm zu bekommen. Und wenn dann der ganze Tross Stunden oder Tage später abzieht bleiben diese oder jene Plastik- und Metallverpackungen in den Gebüschen zurück. Warum soll man sich noch mit dem Müll abgeben, wenn es doch so einfach geht. Damit hätte ich in 4 Sätzen einen Teil der rumänischen Urlaubskultur beschrieben. Ich will jetzt nicht alle Rumänen über einen Kamm scheren, den es gibt einen Kreise (leider noch zu kleinen) von Rumänen welche das Müllproblem auch mit nachdenklichen Augen sehen.
Ich glaube kaum das es erlaubt ist, aber man kann hier fast überall im Wald sein Zelt aufschlagen und davor ein Feuer machen.
Vielleicht habe ich einfach vom Zelten ne falschen Vorstellung: man fährt mit so vielen Autos hin das Jeder und Jedes Gepäckstück Platzt hat und dann schlafen alle verteilt in den Zelten. Thumbs 2006 09 12 TransFagaras 34 in Sehenswert?Zu gegeben damit ist man dem Wind und Wetter ausgesetzt, aber etwas Abenteuer sollte schon sein. Und noch mal zugegeben: die Nacht letztes Wochenende in den Bergen war recht stürmisch so das ich den jenigen welcher sich ein Bett und ein festes Haus ringsherum wünschte verstehen konnte.
Aber als ich dann unsere Zeltplatznachbarn sah hatte ich doch etwas Zweifel an meinen Vorstellungen vom Campen. Jene waren mit 5 Kleinbusen angereist welche wie die Finger einer Hand um die Feuerstelle und das Partyzelt geparkt waren. Etwas abseits war doch noch ein Zelt errichtet, aber was mit 2 Personen bestimmt schon fast überfüllt war. Entweder kannte jene das Wetter recht gut, oder hatte einfach nichts von Energiesparen gehört. Und die anderen Nachbarn zur linken benutzen einen Kompressor um ihre Luftmatratzen zu füllen. Oder am nächsten morgen wurde ein Minimotorrad aus dem Kofferraum geholt damit die 2 Kinder im Schulanfängeralter damit durch die Gegend düsen könnten. Papa ist natürlich auch gefahren. In dem Alter bin ich mit dem Fahrrad durch die Gegend gekurvt.

Eigentlich will ich ja Werbung für Rumänien machen, aber es gelingt halt net immer. Okay hier der nächste Versuch:
Letzten Samstag war ich mit einigen Bekannte in den Bergen auf dem Transfagaraspass unterwegs.
Grob beschrieben: Rumänien wird ungefähr auf einer Länge 200-300km von eine 2500m hohe Gebirgskette (den südlichen Karpaten) von Ost nach West in 2 Teile(Süd- und Nordteil) geteilt. Wer also von Norden in den Süden will muss entweder außen herum fahren oder die Handvoll Täler benutzen. Aber seit etwa 25 Jahren gibt es auch eine Passstraße: den TransfagarasPass. Wer dieser Straße vom Süden kommt, fährt irgendwann an einem großen Stausee entlang ehe er nach schier unzähligen Serpentinen auf 2000m durch einen Tunnel fahren darf. Thumbs 2006 09 12 TransFagaras 45 in Sehenswert?Dann auf der nördlichen Seite angekommen, kann man den rumänienweit bekannten Bergsee “Balea Lac” kurz einen Besuch abstatten. Bis auf das eiskalte Wasser gibt es an nem Fußballfeld großem See nichts besonderes. Wer schwindelfrei ist kann sich dann in die Seilbahn setzen und bis auf 1600/1400m runterfahren. Und wenn man dann immer noch weiterfährt und die Serpentinen hinter sich gelassen hat ist man in schon Siebenbürgen. Und dann an der folgenden Kreuzung muss man sich für eine Richtung entscheiden: Sibiu oder Brasov.
Also wie schon erwähnt sind wir den TransfagarasPass hoch gefahren. Im Stausee war ich dann mit Sven, einem der Fahrer noch baden während die anderen sich zum Picknick nieder gelassen hatten. Das Temperatur des Wasser war doch recht okay im Gegensatz zu meinem letzten Besuch von Anfang Juli als ich jeden Gedanken baden zu gehen schnell wieder verworfen hatte.
Oben am See Balea Lac angekommen teilten wir uns schon wieder auf: während Conrad und ich dort blieben fuhren die anderen auf der nördlichen Seite einige hundert Meter tiefer um die Zelte auf zuschlagen. Mit Conrad bin ich derweilen 500m weiter höher gestiegen. Wir wollten noch etwas den Grad entlang laufen. Aus den geplanten 1,5 Stunden wurden am Ende fast 4 Stunden und die Strecke am Grad oben wird wohl die 1000m nicht überschreiten. Das Spiel der Wolken war dort oben sehr beeindruckend: im ersten Moment ist die Sicht noch klar und dann sind mit einem male Wolken aus dem nichts da. Sie rasen im Affentempo dem Berg hinauf an einem vorbei, man steht im Nebel die Jacke weht man nimmt das Gesicht aus dem Wind und schon sind die Wolken vorbei und die Sicht ist wieder klar. Mal sind es nur kleine Wolkenfetzen welche die Sicht nur etwas trüben und dann ist der Gipfeln vor einem im Nebel verborgen.
Wir beide waren dann auf dem Vf. Buteanu welcher mit einer Höhe von 2507m angegeben ist. Dort wurden wir von 3 anderen Jugendlichen auf Deutsch angesprochen ob wir nicht zu dieser und jener Gruppe gehören würden -nein.
Später am Zeltplatz angekommen brannte das Lagerfeuer schon und der Tisch war schon gerichtet. Die Nacht war leider etwas stürmisch was 2 der 3 Zelte doch etwas in Mitleidenschaft gezogen hat. Gegen Mitternacht zeigte sich der Mond welcher fast das ganze Tal ausleuchtet.
Am Sonntag nachdem der Müllsack in einer hoffentlich dafür hingestellten Mülltonne untergebracht wurde ging es wieder zurück. Auf dem Rückweg wollten wir noch eine Rast/Picknick einlegen was sich aber lange hinaus zögert, da auf den Parkplätzen entweder schon zu viele Leute waren oder stellvertretend der viel Müll.

Balea Lac bei: Multimap, GoogleEarth, Mapquest,

Aber manches ist auch nicht Sehenswert: so waren Conrad und ich am Sonntag noch auf der Burgruine Poienari welche auf der Südseite unterhalb des Stausees auf einem Berg tront. Es ist umstritten wie viel diese Burg mit Dracula zu tun hatte. Unabhängig davon ist es beschämend wie viel man für die Erhaltung bzw. für die Sehenswürdigkeit getan hat. Nach dem man die etwa 1500 Treppenstufen mit teilweise kaputten Geländer hinter sich hat, muss man 2Ron bezahlen um ein Burg zubetretten welche auf dem ersten Blick wohll mehr Beton aus neuerem Tagen enthält als historische Bausubstanz. Um die Burg begehbar zumachen wurden nach meiner Meinung geschmacklos Treppen und andere Sachen an/in die Burg gebaut. Und die letzte Instandsetzung wird wohl 10 Jahre zurück liegen.

Soviel zum letzten Wochenende erst mal. Und hier einige Bilder:



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One Response to “Sehenswert?”




  1. zelte boy Says:

    das ist echt krass .. war voll erstaund dasdie rumähnen so ein müllproblhem haben .. also in den weldern … un dich kann mir auch gut vorstell das es nicht so schöne ist wenn dann jeder in die berge flieht … da hat man auch keine ruhe

    schöener text

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