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Neues aus Bukarest : Tue 25 Apr 2006 : , , , , ,

Frohe Ostern!

heute zum Dienstag kommt das etwas zu spät, aber am Sonntag sollte diese Email schon bei euch sein. Aber mein Computer war nicht Ehrlich zu mir, so musste ich diese Email neu schreiben und hatte erst jetzt wieder Zeit.

Am vergangen Wochenende war für recht viele Rumänen Ostern. Den “recht vielen” Rumänen fühlen sich zur orthodoxen Kirche zugehörig und da wurde Sonntag Ostern gefeiert. Der Ablauf mit den verschiedenen Tagen ist der selbe wie man es aus katholischen/protestantischen Kreisen gewohnt ist, oder wer damit nichts anfangen kann:wie/wann man es in Deutschland feiert. Und nach einem mir unbekannten Gesetz/Regel/Kalender kann der Abstand zwischen den beiden Osterfesten bis zu 6 Wochen betragen.
Dieser zeitliche Abstand kann in mancher Familie zu einem leichten Disput führen. Wenn die Mutter das Osterfest schon hinter sich hat, der Vater aber noch ne Woche warten muss. Und da die Orthodoxen oft strenge Faster sind und man schließlich die Familie bei einander halten will gibts das Ostermahl erst zu orthodox-Ostern.

Vom Freitag bis Sonntag war ich mit ner Bekannten in Rus;ciori bei Sibiu. Mit der Zielsetzung möglichst viele imposante Bauten aus vergangenen Zeiten vor die Kamera zubekommen sind wir stattdessen Freitag etwa 20km zu Fuß gelaufen ohne wirklich was zu Gesicht zu bekommen. Entweder meine Landkarte wies Fehler auf, ich kannte das schon oder in den Dörfern war außer eine Kirche sonst nichts großartiges (bis auf das eine Ikonen-Museum).
Thumbs 2006 04 22 Sibiu 28 in Frohe Ostern!Am Samstag ging es dann mit dem Bus nach Cisnadia/Heltau. Dort haben wir einen kleinen Abstecher in der Kirchenburg gemacht. Von dort sind wir zu Fuß nach Cisnadioara/Michelsberg, Prislop, Răşinari und wieder mit dem Bus zurück nach Sibiu gefahren.
In Cisnadiora haben wir einen Einwohner über den Weg nach Prislop befragt: “Uppff – mmhhh, aus dem Dorf raus, und ganz weit drausen irgendwann rechts ab, also dort wo dann keine Häuser mehr stehen.”
Das was er mit “ganz weit drausen” meinte war ein Tal von etwa 3-4km Länge. Welches immer enger wurde, irgend wann lies sich auch mal ein Kuhhirte blicken dann mal ein Haus welches von bellenden Hunden bewacht wurde und zwischen durch immer kleine TalEinschnitte in die gehoffte/gewünschte Richtung. Bei den ersten 2 Täler konnte wir uns drauf einigen doch noch etwas weiter zulaufen in der Hoffnung doch noch einen Wegweiser oder einen größeren Weg zu finden. Beim 3.Tal wies uns ein Eseltreiber die Richtung nach Prislop. Prislop ist ein kleines und hoch gelegenes Dorf in einer der Zivilisation abgewandten Bergnische. Gäbe es den Friedhof und das Müllfeld nicht könnte man das Dorf fast übersehen. Auf dem ersten Blick erschien das auch wie gewollt: es machte den Anschein als gäbe es dort nur Zigeuner welche man aus dem nahe gelegenem Răşinari hier angesiedelt/umgesiedelt hat. Zufall oder Realität: in Răşinari sind mir keine Zigeuner aufgefallen.

Entgegen meinen früheren Planungen war ich dann vom Sonntag zum Montag nicht mehr in Ruşciori, sondern bin mit ner anderen Bekannte und deren Freundeskreis zum Zelten nach Lotrişor (Alt/Olt-Tal) gefahren.

mfg
markus



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