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Kinderferienlager : Praktikumsbericht : Sun 31 Jul 2005 : , , ,

Sommer, Sonne, Regenwetter -Reisezeit

(Bericht Juli 2005, Markus Gärtner, Diakonie/Sozialstation Bukarest)
So lange und so oft bin ich Bucuresti noch nie fern geblieben. In den ersten 18 Tagen habe ich mit dem Zug und Auto etwas mehr als 2000km zurück gelegt.

Am Donnerstag vor dem 2. Juli Wochenende hatte ich den Dacia von der Diakonie mit den letzten Kleiderspenden beladen. Das Ziel des ganzen Unternehmens war das Deutsche Forum in Suceava (dt.: Suczawa, ung.: Szucsáva). Leider hatte ich keine/n Mitfahrer/in gefunden. So wurde der Aufenthalt in Suceava nur zum Auspacken der Kleiderspenden, Essen und Schlafen genutzt. Die Klöster kannte ich ja schon größten teils alle.
Und länger hätte ich wohl auch nicht bleiben sollen. Am Abend und nächsten Tag verwandelten sich dort einigen Bächlein zu mächtigen Flüßen.
Suceava bei: Suceava bei Multimap, GoogleEarth,

Die Ankunft in Bucureşti hatte ich für Sonntag Abend geplant, da die Heimfahrt über Sibiu gehen sollte. Auf der irgendwie endlosen -10stündigen Tour über Bistriţa, Tärgu Mureş und Mediaş wollte ich trotzdem noch einige Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Die Gegend bis Bistriţa war ganz nett. Bis zum Stadtbummel in Bistriţa war die Fahrt ja ganz okay. Danach hatte ich mir im Straßenatlas einige Kirchen/Burgen/Klöster angekreuzt. Aber irgend wie erwiesen sich diese immer wieder als Entäuschung. Einerseits weil der Tourismus in Rumänien noch nicht ganz so populär wie bei uns ist. Und damit die Ausschilderung der Sehenswürdigkeit noch nicht sehr fortgeschritten ist. Andererseits weil sich beschilderte Bauwerke im Straßenatlas doch nicht so als der Renner erwiesen. Da mir wegen Kopfschmerzen der Kopf brummte habe ich die Strecke Mediaş – Sibiu ohne Stop zurück gelegt. Auf dieser Strecke gibt es dann wirklich Kirchenburgen die es sich lohnt angeschaut zu werden. Aber dort werde ich noch öfters vorbei kommen.

Vom Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag war ich dann auf dem Kinderbauernhof in Rusciori (dt.:Reußdörfchen, ung.: Oroszcsür) bei Sibiu.Thumbs 2005 07 28 Rusciori 105 in Sommer, Sonne, Regenwetter -Reisezeit
Bei der nächsten kleineren Ausfahrt am Freitag dem 16. sollte es nach Ploiesti gehen. Hierbei handelte es sich nur um den monatlichen Transport den Lebensmittelpackete.
Eigentlich sollte es schon am selben Freitag Abend wieder auf Reisen gehen. Aber um das Gepäck noch zu vervollständigen ging es erst am nächsten Morgen 9:39Uhr mit dem Zug nach Sibiu. Damit beginnt auch meine Urlaubszeit von mehr als 2 Wochen. Für eine Nacht war ich wieder Gast auf dem Kinderbauernhof in Rusiciori. Mit dem Bummelzug und 2 Umstiege in Copsa Mica und Blaj ging es am Sonntag nach Budapest. Da ich derzeit nur mit Pass und sonst nichts an Dokumenten hier bin, ist nach 90 Tagen ein weiterer Einreisestempel von Nöten.
Budapest hatte ich als Ziel gewählt — da zur selben Stunde meine Freunde aus Dresden nach Budapest unterwegst waren. Deren eigentliches Ziel war natürlich Siebenbürgen Icon Smile in Sommer, Sonne, Regenwetter -Reisezeit
Thumbs 2005 07 18 Budapest 86 in Sommer, Sonne, Regenwetter -ReisezeitDurch eine verspätete Komunikation konnte ich mich leider erst in Deva mit ihnen treffen. (Deva bei: Multimap, GoogleEarth, )

Im Zugabteil von Budapest nach Deva hatte ich ein älteres Ehepaar aus Norwegen zu Gast, welches eine 2-wöchige Fahrradtour durch Rumänien vor sich hatte. In Arad stieg eine Gruppe von Jugendlichen zu, welche wohl von einem Musikfestival kam. Als Fahrziel stellte sich zufällig Iasi das im Osten Rumäniens liegt herraus. Angeblich hatten sie wohl kein Essen mehr und bettelten deshalb im halben Zug danach.
Erst später auf der Parkbank in Devea merke ich das der Zug in den nächsten 300km keine längere Pause macht, und so die ärmsten wohl weiter hungern mußten.
Von Deva kannte ich bisher nur den Bahnhof und davor liegenden McDonalds. In den 4 Stunden dir mir bis zum Treffen blieben, hatte ich genügend Zeit mir die Burg hoch oben anzusehen. Und etwas unerwartet fand ich im wohl alten Stadtzentrum ne ganzen Menge an Kneippen vor, bevor ich mich zum Nickerchen auf ne Parkbank mitten in der Stadt zurück zog.
Irgendwann nach Mitternacht erreichte ich mit meinen Freunden den Kinderbauernhof in Rusciori bei Sibiu.
Die nächsten 14 Tage lassen sich schnell auf einen Nenner bringen: Kinder, Kinder und Sonne. Meine Freunde und ich Rumänieninitiative Dresden-Strehlen) führten auf diesen Bauernhof eine Ferienlager mit Kinder aus Sibiu durch. Kinder aus Familien mit Alkoholproblemen, tätlichen Streitigkeiten bei den Eltern, Armut durch Arbeitslosigkeit oder (zu)vielen Kindern, etc…
Während es in den Wochen davor fast jeden 3. bis 4. Tag regnete hatte wir Sonnenschein pur.
Es war aber auch die Zeit in der wohl fast genau so viele Leute in Rumänien durch die Hitze gestorben sind wie durch das Hochwasser zuvor.

Mehr Informationen über die Rumänieninitiative Dresden-Strehlen und ihr Sommerprojekt 2005 sowie dem Kinderbauernhof in Rusciori hier: http://www.ro-dd.net

Der Kinderbauernhof / Rusciori bei: Multimap, GoogleEarth,



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