the_titl
Praktikumsbericht : Fri 15 Oct 2004 : , ,

Zwei Wochen rum …

(Bericht Oktober 2004 für Copiii Europeiii, Markus Gärtner, Diakonie/Sozialstation Bukarest)

Ich bin seit dem 30.September in Bukarest. Meine Einreise nach Rumänien erfolgte aber schon einen Tag vorher. Die Zwischenstation war Sibiu. Da diese hier nicht meine erster Aufenthalt in Rumänien ist, ist mir nicht alles neu. Ebenso kenne ich schon einige Leute im Land. Aber darueber kann ich später mehr schreiben.
07 Diakoniestation in Zwei Wochen rum ...
Diakoniestation

Da mein erster Arbeitstag Freitag der 1.Oktober war, ist das gestern mein 11. Arbeitstag gewesen. Es war ein sehr ruhiger Tag. Gestern Vormittag stand ein ne Visite bei einer älteren blinden Frau auf dem Programm. Da die Pflege durch ihre Kinder der Diakonie verwehrt wird und die Kinder selber wenig ihrer Plege interessiert waren. So war ihr Wohnraum kein schöner Anblick und es stank fast wie in einem Stall. Aber zum Glück bekommt Sie bald in einem Pflegeheim einen Platz. Anschließend war ich noch kurz mit dem Dacia unterwegst um Wäsche aus zuliefern. Punkt 12Uhr stand dann der weiße Fiat Transport mit Frank, Rita, Johann und Kathalina von Copiii-Europei vor der Diakoniestation.

01 Besuch in Zwei Wochen rum ...
Rita, Johann, Kathalina und Franek

Nach ner Gesprächsrunde und Mittagessen wurde dann zur Stadtbesichtigung aufgebrochen.
03 Grosses Haus in Zwei Wochen rum ...
Größenwahnsinn pur!!

Die letzten 10 Tage war ich damit beschäftigt als Beifahrer von Ionut durch Bucuresti zu fahren. Beim Ausliefern von Mahlzeiten, Nahrungspacketen oder Einkaufen zu helfen.

04 Packete in Zwei Wochen rum ...

Nahrungspacket, werden je nach Bedarf zusammen gestellt. Und dabei Bekanntschaft mit der älteren Generation zumachen. Oder in der Diakoniestation ein gewisses Feeling für die Abläufe zu bekommen. Wobei ich bestimmt noch 2-3 Wochen brauche um voll dahinter zu steigen. Bis jetzt halte ich mich meistens in der Nähe von Ionut auf. Schliesslich muss soll ich ihm ja Arbeit abnehmen. Und er ist ja auch der Fahrlehrer für den Dacia und für Bucaresti-Neulinge. Habe aber fest gestellt das es in der Küche fast immer was zutun gibt. Und jetzt im Herbst steht das Laubfegen ganz hoch im Kurs. Das sind so die Tätigkeiten für zwischendurch wenn es nichts zutun gibt. Oder man einfach nicht nur rumstehen will. Bis jetzt kann ich nicht sagen das ich zufrieden mit der Arbeit bin. Aber es liegt wohl eher daran das ich von der ganzen Vorgängen nicht nicht den vollen Durchblick habe und ich meistens als Beifahrer unterwegts bin. Und somit habe ich noch keinen Einfluss auf die Dinge. Aber der erste Schritt ist getan. Diesen Mittwoch war ich das erst mal allein mit dem Dacia unterwegst. Meine Aufgabe war es an 4 Personen Essen aus zuliefern. Mit der Stadtkarte auf dem Beifahrersitz ging das irgend ganz gut. Habe zwar hin und wieder ne Straßeneinfahrt verpasst so das ich umkehren musste. Und da mir der Verkehr inzwischen fast nichts mehr ausmacht verlief die ganze Fahrt relativ Steßfrei. Und so alleine unterwegest gab es auch etwas Zeit mit den älteren Herrschaften zu reden oder sich anzubrüllen -wenn Ohren nich mehr so ganz wollen. Oder einen Kaffee mit zutrinken -ggrrr. Normalerweise trinke ich ja keinen Kaffee(ist nicht so ganz meine Geschmacksrichtung) Aber was kann man schon gegen die rumänische Gastfreundschaft tun? Icon Smile in Zwei Wochen rum ... Aber solche kleinen und größeren Plauderstunden sind ja auch ein Teil meiner Aufgabe hier.

10 Kartoffelkauf in Zwei Wochen rum ...
beladen des VW-Busses mit Kartoffeln. Aber irgendwie habe ich hier nen Posten bekommen bei dem ich nicht nur in Bucu tätig sein werde. So waren Ionut und ich letzte Woche Kartoffeln in einem Dorf(Vulcan) nahe Brasov kaufen. (Vulcan bei GoogleEarth, MSM Maps, )
Und nächste Woche solls wieder dort hingehen. Sibiu wird auch 1-2 mal pro Monat angefahren. Bis jetzt war dafür Inut zuständig. Aber vielleicht kann ich das auch irgendwann übernehmen. Hab hier den Ruf als Sibiu-Kenner. Und in den nächsten Wochen wird irgendwann eine ältere Frau in eines der Altenpflegeheime nach Sibiu/Hermannstadt oder Brasov/Kronstadt gebracht. Wenn jetzt jemand wissen will wie es mir geht oder wie es mir gefällt. Kann ich da noch nicht klar antworten. Hab hier noch nicht so den Gefallen an Bukarest gefunden. Und das viele Grau der Stadt kann einen irgend doch etwas depressiv machen. Nein, man muss deswegen keine Angst um mich haben. Aber wenn man dann ne Fahrt mit dem Dacia durch diese Gaue Stadt vor sich hat, kann dies schon etwas die Laune senken. Aber bis jetzt sind dies ja alles Häuser und Straße ohne ne persöhnliche Beziehung. Aber ich bin mir sicher das wird sich ändern. Es ist ja schließlich nicht mein erster großer Umzug in ne völlig andere Gegend und so ist diese Erfahrung nicht ganz neu für mich. Wer mich in Bucuresti antrifft tut dies meistens im beisein meiner Digicam. Und hört dann von mir folgendem Satz: “vielleicht gibts ja was interessantes zum fotografieren“. Aber irgendwie hält sich das bis jetzt in Grenzen. Ich muss aber gestehen es gibt doch hin und wieder Ecken in Bucu die mich überraschen. So hat mich doch die Anzahl der Parks mit Kinderspielplätzen überrascht. (Ziehe bei so etwas immer Vergleiche mit Dresden -und bin des bzgl.etwas enttäuscht von Dresden). Oder die Anzahl der alten Gebäude, die aber leider immer mehr verfallen. Oder in manchen Straßen bin ich überrascht das hier noch ne Staßenbahn langfährt. Der Zustand der Schiene ist fast genauso schlecht die der der Straße. Oder mitte der Woche hat es mich durch eine Gegend im Sektor 5 geführt, wo es fast wie im Dorf aussah. Zur Zeit bin ich außerhalb der Dienstzeit nur zu Fuß unterwegs.(Ja ich bin so ein Typ vom Lande der auch mal eine Stück oder mehr zu Fuss läuft. :-)) Um ein Gefühl für die Stadt und den Verkehr zu bekommen.
09 Arcul De Triumf in Zwei Wochen rum ...
“Arcul de Triumf”,

bei einem meiner abendlichen Streifzüge. Und bin überrascht wie klein Bucu distanzmäßig doch ist. So rechne ich zur Zeit in Fussminuten. 15 Minuten bis zum InternetCafe, 40 bis zur Kirche, 35 bis zum Bahnhof oder 1 Stunde und 10min bis zum Caucescu-Bau. Ionut -mein Arbeitskollege hat mich deswegen als “creasy man” bezeichnet. Aber vielleicht diese oder nächste Woche werde ich auch mal die öffentlichen Verkehrsmittel testen. Es gibt hier den Bus, Straßenbahn und die Metro. Sonderbarer weise trauen die Bucurester hier keinen Nicht-Bukarester zu eine Straße oder Adresse zu finden. Will ich nur eine Adresse haben wird mir gleich der Weg gezeigt und wo ich lang fahren MUSS. Dies ist zwar schön und nützlich, aber ich bin doch hier um die Stadt kennen zulernen und meine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Der Bedeutung des Satzes :”ich brauche nur die Adresse” wird irgendwie missverstanden. So das war er, mein erster Bericht. Hoffe das er nicht gar zu unverständlich wirkt und etwas von meinen Eindrücken widerspiegelt. Ansonsten bis Mitte November auf dem nächsten warten oder mich persönlich per eMail ansprechen mfg markus Hier noch einige weitere Eindrücke:

02 Registrieren in Zwei Wochen rum ...

sortieren und registrierung von Spenden
05 Mitarbeiter in Zwei Wochen rum ...
Frau Sterns und 2 der Angestellten: Roxana und Christina

06 Bueglen in Zwei Wochen rum ...

08 Dacia Logan in Zwei Wochen rum ...
Der neue Dacia Logan
11 Kirche in Zwei Wochen rum ...
eine der vielen “zu gemauerten Kirchen” in Bucu



Hinterlasse einen Trackback

Leave a Reply

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung - www.vorratsdatenspeicherung.de